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Nicht lustig, sondern ziemlich gefährlich: Plutonium - hier der Speicher im AKW Fukushima. Für Verwendungszweck-Scherze gibt es harmlosere Themen. Foto. Getty Images

Nicht lustig, sondern ziemlich gefährlich: Plutonium - hier der Speicher im AKW Fukushima. Für Verwendungszweck-Scherze gibt es harmlosere Themen. Foto. Getty Images

Bitte nicht nachmachen!

Comdirect kündigt Konto wegen Plutonium-Scherz

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„So kann der Verwendungszweck-Scherz nach hinten losgehen“, berichtete DAS INVESTMENT.com am vergangenen Freitag. Im Artikel ging es um Scherze im Verwendungszweck-Feld der Banküberweisungen - und die Reaktionen von Finanzinstituten.

Und diese fallen gewöhnlich alles andere als lustig aus. Denn ob die Bankmitarbeiter nun Humor haben oder nicht - das Geldwäschebekämpfungsgesetz schreibt ihnen vor, die Transaktionen ihrer Kunden auf verdächtige Bewegungen hin zu überwachen. Ausnahmen für besonders lustige Zeitgenossen sieht der Gesetzgeber nicht vor.

So machte vergangene Woche in sozialen Online-Medien ein Schreiben, vermutlich von der Sparkasse, die Runde, in dem das Finanzinstitut den Verwendungszweck-Scherz eines Kunden rügt und im Wiederholungsfall damit droht, die Geschäftsbeziehung aufzulösen. Der Grund: Der Kunde hat 40,02 Euro für „waffenfähiges Plutonium“ überwiesen. Das stand jedenfalls im Verwendungszweck. 

Für einen 29-jährigen Comdirect-Kunden klang der Scherz wohl nach einer guten Idee. So überwies er einem Kumpel Geld mit dem gleichen Verwendungszweck. „Waffenfaehiges Plutonium 75 GBP und Differenz der Kosten vorher“, stand auf dem Formular. Überwiesener Betrag: 168 Euro. Fristgerechte Kündigung - ohne Grund

Er habe das „aus Spaß“ gemacht, zitiert das Handelsblatt den Witzbold. Doch eine Trophäe für die #Verwendungszweck-Gemeinde bekam der Comdirect-Kunde nicht. Stattdessen kündigte die Bank sein Gehaltskonto „fristgerecht zum 16.12.2015“. Sie mache von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch, erklärte die Bank. Einen genauen Grund für die Kündigung nannte die Bank nicht. 

Allerdings ist der Comdirect-Kunde noch glimpflich davongekommen. Denn es geht noch schlimmer. Laut Handelsblatt kann bei ernsten Verdachtsfällen auch die Polizei einschreiten. Für den Betroffenen geschieht das völlig überraschend, da ihn seine Bank in einem solchen Fall nicht warnen darf. Hätte der Witzbold doch nur auf den Rat von DAS INVESTMENT.com gehört. „Falls Sie also witzig sein - und trotzdem auf Nummer sicher gehen wollen - machen Sie es wie der Twitter-Nutzer Sprumpel und zahlen für die "Bankenrettung", empfahlen wir am vergangenen Freitag. Also hier noch einmal: BITTE NICHT NACHMACHEN!

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