Der Vermögensverwalter Blackrock legt einen ETF auf, der auf den Infrastruktur-Ausbau in Europa setzt. Der iShares Europe Infrastructure Builders ETF (ISIN: IE000PTMIE90) bündelt Unternehmen, die am Bau, an der Modernisierung und am Betrieb der europäischen Infrastruktur beteiligt sind – von der Bauwirtschaft über Elektrifizierung und Industrieausrüstung bis zu Werkstoffen und Logistik. Der Fonds fängt damit sowohl den eigentlichen Ausbau als auch die anschließenden Wartungs- und Serviceerlöse ein, ohne sich auf eine einzelne Branche zu verlassen.
Blackrock verweist auf einen langfristigen Kapitalzyklus, den öffentliche Programme, der Umbau der Energiesysteme und Investitionen in die industrielle Basis der Region antreiben. Ein Beispiel liefert der Stromverbrauch: Er dürfte in der EU zwischen 2023 und 2030 um 60 Prozent steigen, was nach Schätzungen des Anbieters rund 584 Milliarden Euro an Investitionen allein in die Stromnetze erfordert.
So wählt der Index aus
Abgebildet wird der Stoxx Europe Infrastructure Builders Index. Er zieht seine Titel aus dem breiten Stoxx Europe AC Universal All Cap Index und lässt nur Unternehmen zu, die mindestens 50 Prozent ihrer Umsätze mit infrastrukturnahen Tätigkeiten erwirtschaften. Um Klumpenrisiken zu begrenzen, wird jede Position bei 8 Prozent gedeckelt. Ausgeschlossen bleiben Hersteller kontroverser Waffen sowie Unternehmen, die gegen international anerkannte Normen verstoßen.
Der Fonds reiht sich in die thematische Plattform von Blackrock ein, die mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 20 Milliarden US-Dollar die größte im Ucits-Markt ist und über 30 Produkte umfasst. „Während Europa in seine Infrastruktur investiert, suchen Anleger zunehmend nach Wegen, ihr Portfolio an Wachstumschancen näher an der Heimat auszurichten“, sagt Vincent Denoiseux, Head of Product Research and Innovation bei iShares EMEA.
Die Eckdaten
Der iShares Europe Infrastructure Builders ETF ist in Irland aufgelegt, thesauriert seine Erträge und weist eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,40 Prozent auf. Gehandelt wird er an der Deutschen Börse Xetra, der Euronext Paris, der London Stock Exchange und der Euronext Amsterdam. Zum Vertrieb zugelassen ist der Fonds unter anderem in Deutschland und Österreich und weiteren europäischen Ländern.
