Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock hat im zweiten Quartal 2024 einen neuen Rekordwert beim verwalteten Vermögen erreicht. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, kletterte das Vermögen auf 10,6 Billionen US-Dollar (9,8 Billionen Euro). Das entspricht einem Zuwachs von 1,2 Billionen US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr.

Blackrock profitierte vor allem von Mittelzuflüssen in börsengehandelte Indexfonds (ETFs). Hier verzeichnete das Unternehmen im ersten Halbjahr Zuflüsse von netto 139 Milliarden US-Dollar. „Unsere Kunden vertrauen uns in schwierigen Marktphasen ihre Ersparnisse an“, sagte Blackrock-Chef Larry Fink. Er sieht darin einen Beleg für die Stärke und Stabilität des Geschäftsmodells.

Fink betonte in einem Brief an die Aktionäre auch die Bedeutung des Investierens in die Kapitalmärkte für die Altersvorsorge. „Der Ruhestand ist ein Ausdruck der Hoffnung", so der BlackRock-Gründer. Um diese Hoffnung zu erfüllen, sei es entscheidend, dass Sparer ihr Geld langfristig für sich arbeiten lassen.

Larry Fink sieht Chancen in KI

Gleichzeitig sieht Fink große Chancen in strukturellen Trends wie dem Vormarsch der Künstlichen Intelligenz (KI). „KI wird verändern, wie wir denken, arbeiten und investieren“, sagte er im April in einem CNBC-Interview. Allerdings erfordere dies auch enorme Investitionen in die Infrastruktur.

Blackrock wurde 1988 gegründet und hat seinen Hauptsitz in New York. Mit 70 Niederlassungen in 30 Ländern und Kunden in 100 Ländern ist das Unternehmen global aufgestellt. Über die Tochter iShares ist BlackRock Marktführer bei ETFs. Insgesamt sind rund 35 Prozent des verwalteten Vermögens in ETFs investiert.

Neben dem Vermögensmanagement bietet Blackrock auch Risikomanagement- und Beratungsdienstleistungen für institutionelle Investoren an.

Mit einem Börsenwert von zuletzt 108 Milliarden US-Dollar zählt Blackrock zu den wertvollsten Finanzkonzernen der Welt. Das Unternehmen beschäftigt rund 19.800 Mitarbeiter.