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Benjamin Fischer, Leiter Strategische Kunden und Partnerschaften im Retail-Geschäft von Blackrock. | © Blackrock

Blackrock-Mann im Interview „Das ist die Weiterentwicklung des Multi-Asset-Trends“

DAS INVESTMENT: Warum sind aktiv gemanagte ETF-Portfolios eine Antwort auf das aktuelle Marktumfeld und die Kundenbedürfnisse?

Benjamin Fischer: ETFs sind der Megatrend der Finanzindustrie. Anleger schätzen die Einfachheit, Transparenz und Kosteneffizienz. Dieser Trend ist auch bei deutschen Privatanlegern angekommen. So liegt laut einer Studie das ETF-Volumen hiesiger Privatanleger mittlerweile bei 23,3 Milliarden Euro und hat sich damit seit 2012 versiebenfacht. Aber nicht jeder Anleger hat die Zeit, Lust und das Fachwissen, sich aus über 1.900 ETFs die passenden auszusuchen und das Portfolio regelmäßig an das Marktumfeld anzupassen. Hier bieten wir mithilfe unserer Blackrock Managed Index Portfolios, kurz BMIPs, die passende Lösung. Die ETF-basierte Multi-Asset-Fondsfamilie existiert bereits seit Juni 2015 und weist eine sehr gute Wertentwicklung auf.

Spielt dem Trend Mifid II in die Hände?

Fischer: Die Mifid-II-Regeln fordern hohe Transparenz in der Anlageberatung – das gilt für die Produkte, aber auch für die Kostengestaltung. Mit dem Inkrafttreten der EU-Richtlinie hat daher die Aufmerksamkeit für die Kosten noch einmal deutlich zugenommen. Wir gehen sogar über die Transparenzanforderungen von Mifid II hinaus. So veröffentlichen wir beispielsweise auf unserer Website täglich die Portfolioallokation der Fondsfamilie für Vertriebspartner und Privatanleger.

Es gibt bislang aber eher wenige Anbieter. Was zeichnet Ihre Fonds aus?

Fischer: In erster Linie geht es uns darum, Anlegern eine leicht verständliche Produktlösung zu bieten, die sich an der jeweiligen Risikobereitschaft orientiert. Daher gibt es die BMIPs mit unterschiedlichen Aktienquoten in vier Varianten. Anleger können sich entspannt zurücklehnen, während unsere Investmentexperten aktiv die Vermögensallokation und das Risiko managen. Als Bausteine dienen ETFs und Indexfonds von iShares. Deren Universum ist mittlerweile so vielseitig, dass es zahlreiche Möglichkeiten bietet, an der Entwicklung der weltweiten Märkte zu partizipieren. Hinzu kommt die angesprochene Transparenz: Heutzutage sind wir es gewohnt, auf Knopfdruck Informationen abzurufen. Wieso soll das bei der Vermögensanlage anders sein? Dabei liegen die laufenden Fondskosten bei 0,50 Prozent für die sogenannte Clean-Share-Anteilsklasse und bei 1,13 Prozent für die Anteilsklasse für Privatanleger. Und darin sind die Kosten für die eingesetzten ETFs bereits enthalten.

Wird der Markt nachziehen?

Fischer: Ganz bestimmt. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass solche Produkte zunehmend an Popularität gewinnen. Übrigens: Fast jeder Robo-Advisor in Deutschland nimmt passive Bausteine, baut daraus seine Vermögensallokation und setzt ein Risikomanagement darauf. Auch institutionelle Anleger steuern ihre Kernportfolios aktiv, nutzen als Investmentbausteine aber oft ETFs. Versicherungen nehmen ebenfalls mehr und mehr solcher Produkte in die Angebotslisten der fondsgebundenen Policen auf.

Folgen weitere Blackrock-Produkte?

Fischer: Wir haben mit der bestehenden Fondsfamilie Erfolg und konnten im ersten Halbjahr 2019 beim verwalteten Vermögen die Grenze von einer Milliarde Euro überschreiten. Aktuell denken wir darüber nach, die Fondsfamilie um eine ESG-Variante zu erweitern.

Die Lösungen machen klassischen Fonds Konkurrenz. Wie weit geht diese?

Fischer: Die BMIPs sind eine logische Weiterentwicklung des Multi-Asset-Trends, da sie günstiger sind, ein breites Anlage-Universum passiver Bausteine nutzen und das Risikomanagement noch stärker in den Vordergrund rücken. Das Ganze gekoppelt mit höchster Transparenz, nicht nur für den Finanzberater, sondern auch für den Anleger. Das macht unserer Ansicht nach eine moderne, zeitgemäße Anlage aus.

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