In der vergangenen Woche wurden die Börsen zwar von „klassischen“ fundamentalen Faktoren beeinflusst – dazu zählten freundlichere Einkaufsmanagerindizes im Euroraum, ein zäher unterliegender Preisdruck in den USA sowie das als „falkenhaft“ interpretierte Protokoll der US-Notenbank Fed.
Am Freitag hatte der Oberste Gerichtshof einen Großteil von Präsident Trumps Zöllen als unrechtmäßig ausgelegt – was zeitweise die Risikobereitschaft globaler Anleger erhöhte. Dessenungeachtet sind wir der Ansicht, dass das jüngste Urteil und die Antwort der Regierung – so wurde auf anderer Gesetzesgrundlage ein neuer globaler Zoll von 15 Prozent für 150 Tage verfügt – nichts an der strukturellen Zersplitterung der Weltwirtschaft ändern.
Was bedeutet all dies für internationale Aktien? Blickt man auf die entwickelten Märkte, haben Aktien – außerhalb der USA – nicht nur in Europa, sondern vor allem auch in Japan – unterm Strich im laufenden Jahr besser abgeschnitten (Quelle: LSEG, 20.02.2026). Viele Anleger suchen bewusst Alternativen zum technologiegetriebenen US-Markt, weshalb diese Märkte an Bedeutung gewonnen haben.
Zwar sind die Bewertungsabschläge gegenüber den USA kleiner geworden, doch wir sehen weiterhin Chancen für Investitionen.
Den ausführlichen BlackRock Marktausblick von Ann-Katrin Petersen, Leiterin Kapitalmarktstrategie bei BlackRock, können Sie hier nachlesen.