Wie schon im letzten Jahr belegt München auch 2023 wieder Platz vier im UBS Global Real Estate Bubble Index. Im Vergleich hat sich der Wohnimmobilienmarkt zwar deutlich abgekühlt, gilt aber noch vor Städten wie Frankfurt, Hongkong oder Toronto weiter als deutlich überbewertet. Seit Anfang 2022 korrigierten die realen Preise an der Isar um rund 15 Prozent. In den Jahren zuvor hatten ein solides Wirtschafts- und Arbeitsmarktwachstum gepaart mit niedrigen Hypothekenzinsen und starker Investitionsnachfrage bei knappem Angebot noch für kontinuierlich steigende Preise gesorgt.

Mit der Neubewertung hat München mit einem Blasen-Index von 1,35 den roten Bereich zwar vorerst verlassen, das Preis-Miet-Verhältnis bleibt aber weiter eines der weltweit höchsten: Die Anzahl der Jahre, die eine Wohnung gleicher Größe vermietet werden muss, um die Kosten zu decken, liegt derzeit bei durchschnittlich 39. Höher ist dieser Index nur in Zürich, Genf, Hongkong und Tel Aviv. 

Indexwert: 1,35

>1,5: Markt mit Blasenrisiko
0,5 bis 1,5: Überbewerteter Markt
–0,5 bis 0,5: Fair bewerteter Markt