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Erstes Sozialpartnermodell startet „Blaupause für die betriebliche Altersversorgung“

Talanx-Konzernzentrale in Hannover
Talanx-Konzernzentrale in Hannover: Ab Juli sollen Beschäftigte der Talanx-Gruppe bAV-Verträge der Marke „Die Deutsche Betriebsrente“ zeichnen können, die auf einem kapitalmarktorientierten Pensionsfonds basiert. | Foto: Talanx AG
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„Das erste Sozialpartnermodell steht endlich. Das ist ein Meilenstein und hoffentlich ein Durchbruch für eine zeitgemäße betriebliche Altersversorgung, die Beschäftigten gleichzeitig Beitragssicherheit und chancenreiche Kapitalanlage bietet“, kommentiert Jörg Asmussen die erste sogenannte Nahles-Rente.

Die neue Form der Betriebsrente trägt den Namen der ehemaligen Bundesministerien für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles. Die SPD-Politikerin holte Asmussen 2013 in ihr Berliner Ministerium, wo er als beamteter Staatssekretär bis Ende 2015 unter anderem für Fragen der Alterssicherung zuständig war.

Als heutiger Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) begrüßt Asmussen ausdrücklich die am Donnerstag vorgestellte Premiere des Sozialpartnermodells in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) hierzulande unter dem Namen „Die Deutsche Betriebsrente“.

„Die Deutsche Betriebsrente“

Das erste Sozialpartnermodell in Deutschland ist eine Kooperation der Versicherer Talanx und Zurich, der Talanx-Gruppe und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Der ausgehandelte Vertrag gilt nur für die Talanx und wird noch von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) geprüft.

Er sieht vor, dass künftig rund 11.000 Beschäftigte der Talanx-Gruppe mit Sitz in Hannover ihre bAV auch über die reine Beitragszusage abschließen können. Das heißt, dass hierbei Garantiekosten entfallen und das Kapital wesentlich riskanter als bei konventionellen bAV-Produkten angelegt werden kann.

In den Vorsorgetopf fließen neben den Beiträgen der Arbeitnehmer aus der Entgeltumwandlung auch der gesetzliche Arbeitgeberzuschuss in Höhe von 15 Prozent. Zudem leisten die Firmen auf jeden Euro Beitrag einen ergänzenden Sicherungsbeitrag, der dem Versichertenkollektiv als Sicherheitspuffer dienen soll.

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