Themen-Experte
Märkte verstehen, Chancen nutzen

ANZEIGE

Themen-Experte
Märkte verstehen, Chancen nutzen

ANZEIGE
ANZEIGE

Blick auf die Märkte „Zentralbanken verunsichern Anleger“

Empfohlener redaktioneller Inhalt
Externe Inhalte anpassen

An dieser Stelle finden Sie externen Inhalt, der unseren Artikel ergänzt. Sie können sich die externen Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen. Die eingebundene externe Seite setzt, wenn Sie den Inhalt einblenden, selbstständig Cookies, worauf wir keinen Einfluss haben.

Externen Inhalt einmal anzeigen:

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt und Cookies von diesen Drittplattformen gesetzt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.



Die Ereignisse der letzten Woche liefern erneut Belege dafür, dass die sich zuletzt abzeichnende Beruhigung der Aktienmärkte auf wackeligen Füßen steht. In einem Umfeld uneinheitlicher Signale aus Wirtschaft und Politik gaben die Indizes der westlichen Welt einen Teil ihrer Kursaufholung wieder ab.

Der deutsche Aktienindex Dax beendete die Woche mit einem Minus von 1,8 Prozent. Sein europäisches Pendant Eurostoxx 50 verlor 1,4 Prozent. Beim amerikanischen Börsenbarometer Dow Jones waren es 1,3 Prozent. Der Dax wurde von den schwachen Auftragseingangszahlen der deutschen Industrie, den Äußerungen des Bostoner Fed-Präsidenten Eric Rosengren, der sich für eine Zinserhöhung aussprach, und dem erneuten Sinkflug des Ölpreises ins Minus gerissen.

Zwar sind die Wirtschaftsdaten im weiteren Wochenverlauf relativiert worden, der Aktienmarkt holte die schwache erste Wochenhälfte aber nicht mehr auf. Fazit: Für viele Anleger ist das Glas immer noch halb leer.

Britische Aktien überholen kontinentaleuropäische Papiere

Bemerkenswert erscheint in diesem Zusammenhang, dass der mögliche Austritt des Vereinten Königreiches aus der Europäischen Union (EU), der sogenannte Brexit, den britischen Aktienmarkt bisher viel weniger beeinflusst hat als die Aktienmärkte Kontinentaleuropas. Der britische Aktienindex FTSE 100 hat seine über den Verlauf des ersten Quartals erlittenen Verluste inzwischen fast vollständig aufgeholt, während der Dax seit Jahresanfang immer noch gut 10 Prozent im Minus liegt.

Angesichts dieser Zahlen fragen sich viele Anleger: „Haben vielleicht sogar die Analysten recht, die dem Vereinigten Königreich eine blühende Zukunft versprechen, wenn es sich nur aus dem ungeliebten Verbund der EU löst?“

Zumindest müsste man dann die recht klare Sprache, die der Devisenmarkt in diesem Zusammenhang spricht, nämlich eine Abwertung des Pfund gegenüber dem Euro um rund 10 Prozent seit Jahresbeginn, rein konjunkturtechnisch und weniger strukturell begründen. Etwa in dem Sinne, dass eine schwächere Währung den Gewinnmargen britischer Unternehmen im Vergleich zu ihren kontinentaleuropäischen Pendants mehr helfen würde.

Aber selbst bei dieser Interpretation bleibt der Eindruck, dass Aktien- und Währungsmärkte bis dato zu unterschiedlichen Einschätzungen des Brexit-Risikos gelangen.

EU-Befürworter haben in Großbritannien kaum Chancen

Das Risiko eines Brexits steigt jeden Tag. Denn die Überzeugungskraft, die britische EU-Befürworter aus dem europäischen Management der Flüchtlingskrise, dem Umgang mit Renationalisierungstendenzen in Ungarn und Polen oder der Eurokrise zu schöpfen vermögen, hält sich in Grenzen.

Eines ist sicher: Das Schreckensbild des Brexit stellt die Stabilität oder gar Aufwertung des Euro-Dollar-Wechselkurses bis zum Jahresende infrage. Sollte Großbritannien aus der EU austreten, dürfte der Euro gegenüber dem Dollar kräftig an Wert verlieren.

Was bedeutet das für Anleger?

Anleger sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Volatilität an den Aktienmärkten in den kommenden Monaten schubartig steigen dürfte. Hierzu trägt vor allem die wechselhafte Kommunikation der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) bei. Statt mit glaubwürdiger Politik die Märkte zu beruhigen, wirken die Statements des Instituts zuletzt oft reaktiv.

So beruhigte eine als sehr vorsichtig empfundene Rede der Fed-Chefin Janet Yellen vorletzte Woche die Märkte, um eine Woche später durch die angesprochenen Rosengren-Äußerungen doch auf schneller bevorstehende Zinserhöhungen eingestellt zu werden.


Mehr zum Thema

Weitere videos
Foto: Notenbanker unterschätzen Inflation Ehemaliger Ifo-Chef Hans-Werner Sinn Notenbanker unterschätzen Inflation ANZEIGE Foto: Sind Themenfonds etwas für langfristige Anleger? Mehr Zeit, höhere Renditen Sind Themenfonds etwas für langfristige Anleger? ANZEIGE Foto: Warum uns negative Realzinsen noch lang begleiten werden Roemhelds Research Report Warum uns negative Realzinsen noch lang begleiten werden Foto: So hoch sind die Staatsschulden Ökonom Lars Feld So hoch sind die Staatsschulden Foto: Mensch versus Maschine – wer legt besser an? Video-Diskussion Mensch versus Maschine – wer legt besser an?
Weitere podcasts
Foto: Haben Konglomerate noch eine Zukunft? Investmenttalk von Eyb & Wallwitz Haben Konglomerate noch eine Zukunft? Foto: Subventionsbetrug bremst Wirtschaft ZEW-Forscherin Bettina Peters Subventionsbetrug bremst Wirtschaft Foto: Das ist der Unterschied zwischen Kryptofonds und Kryptowerten BVI-Spezialisten im Podcast Das ist der Unterschied zwischen Kryptofonds und Kryptowerten Foto: So läuft die Gewinnsaison Investmenttalk von Eyb & Wallwitz So läuft die Gewinnsaison Foto: Finanzpolitik braucht glaubwürdige Regeln ZEW-Experte Friedrich Heinemann Finanzpolitik braucht glaubwürdige Regeln
Weitere bildergalerien
Foto: Die 10 teuersten Städte der Welt Auswertung des Economist Die 10 teuersten Städte der Welt Foto: Berlin unter Top 5 im Büromarkt-Ranking Allianz Real Estate Berlin unter Top 5 im Büromarkt-Ranking Foto: 10 beliebte Filialbanken Vuma Touchpoints 2022 10 beliebte Filialbanken Foto: 10 Finanzmarktszenarien für 2022 Wahrscheinlich – möglich – ungewiss 10 Finanzmarktszenarien für 2022 Foto: Die 15 besten Fonds für Wandelanleihen Aktienmarkt mit Sicherheitsnetz Die 15 besten Fonds für Wandelanleihen
Weitere infografiken
Foto: Apple, Exxon Mobile, Microsoft – Aktien-Top-10 so wertvoll wie noch nie Analyse von HQ Trust Apple, Exxon Mobile, Microsoft – Aktien-Top-10 so wertvoll wie noch nie Foto: Stimmt die Rendite bei nachhaltigen Investments? Umfrage zu ESG-Produkten Stimmt die Rendite bei nachhaltigen Investments? Foto: Das interessante Verhältnis des Bitcoin zu Aktien Gleichlauf oder Gegenlauf? Das interessante Verhältnis des Bitcoin zu Aktien Foto: So viele Mieterhaushalte können sich Wohneigentum leisten Deutschland So viele Mieterhaushalte können sich Wohneigentum leisten Foto: Was der Leading Economic Index wirklich aussagt Analyse von HQ Trust Was der Leading Economic Index wirklich aussagt
NEU IN DER MEDIATHEK
nach oben