Blick in die Geschichtsbücher Was nach der Rally kommt

Nur zur Erinnerung: Im März 2020 legten die globalen Aktienmärkte den bisher schnellsten Absturz ihrer Geschichte hin. Doch seitdem geht es kräftig bergauf. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet inzwischen neue Höchststände, andere Indizes kratzen an ihren alten Rekordmarken. Es war eine sehr schnelle Rally.

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Wie es nun weitergehen könnte, versucht Sven Lehmann, Fondsmanager des HQT Global Quality Dividend (ISIN: LU1499563440), zu ergründen. Dafür sah er sich den S&P 500 seit 1927 an und fand heraus, wie sich der Index nach den schnellsten 50-Tage-Rallys anschließend entwickelte. Dafür ermittelte er die Wertentwicklung auf Sicht von 22, 65, 130 und 260 Handelstagen, die direkt auf die Rally folgten. Dabei fallen laut Lehmann vor allem die Unterschiede zwischen den neun Rallys vor und den elf Rallys nach dem Zweiten Weltkrieg auf.

Seine Erkenntnisse zusammengefasst:

  • „Die zukünftige Performance war im Mittel vor dem Zweiten Weltkrieg unterdurchschnittlich, danach aber überdurchschnittlich.“
  • „Bei den neun Rallys vor dem Zweiten Weltkrieg lag die Performance im Schnitt bei 38,8 Prozent.“
  • „Allerdings ging es in der großen Depression nach der Rally in sämtlichen betrachteten Zeiträumen wieder abwärts.“
  • „Auf Sicht eines Börsenmonats verlor der S&P 500 in diesen neun Fällen im Schnitt 1,3 Prozent. Nach einem Börsenjahr waren es im Mittel 7,2 Prozent.“
  • „Bei den elf Rallys seit dem Zweiten Weltkrieg lag die Performance im Schnitt bei 24,1 Prozent.“
  • „Danach ging es in sämtlichen betrachteten Zeiträumen weiter aufwärts.“
  • „Auf Sicht eines Börsenmonats gewann der S&P 500 im Schnitt 0,4 Prozent, nach einem Börsenjahr waren es im Mittel 15,4 Prozent.“

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