„Blindes Anlegen“, kein Risikomanagement

Unigestion-Chefin kritisiert ETFs

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Fiona Frick, Vorstandsvorsitzende des Vermögensverwalters Unigestion, warnt vor dem Indexfonds-Boom. Immer breitere Anlegerschichten würden vom ETF-Trend erfasst und das berge Gefahren. „Investoren, die blind gemäß Indizes investieren, weigern sich, selber eine Meinung zu den Risiken am Markt zu bilden“, sagte Frick gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung. Zur Erklärung führt sie Indizes an, die dem Bric-Prinzip folgend mehrere Schwellenland-Börsen zusammenfassen. Nun stecke Brasilien in einer Krise, die anhand der Wirtschaftsentwicklung abschätzbar gewesen sei und Anleger hätten entsprechend reagieren können. Wer aber in Schwellenland-ETFs investiert habe, sei bis darüber ungewollt stark in Brasilien engagiert. Aber das ist laut Frick nicht das einzige Problem: Das blinde Anlegen verschleiere zudem die Kurse und würde immer weniger den echten Zustand von Unternehmen oder Staaten abbilden.

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