Bloomberg-Index fällt auf 13-Jahres-Tief

Rohstoffe sind eine „Katastrophe“

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Weder nach der Finanzkrise 2008 noch nach der Euroraum-Schuldenkrise 2012 fiel der Index so tief. Von Öl über Kupfer bis hin zu Zucker sind fast alle Rohstoffe betroffen.

“Rohstoffe sind eine Katastrophe”, erklärte Walter “Bucky” Hellwig, Senior Vice President bei BB&T Wealth Management in Birmingham, Alabama. “Wir wollen unsere Positionen nicht ausbauen.”

Zuletzt hat es auch Gold getroffen, das die größte Gewichtung im Index hat. Das Edelmetall leidet unter einem stärkeren Dollar und Befürchtungen eines Abschwungs in China. Am Montag hatte der Goldpreis im asiatischen Handel innerhalb von 15 Minuten den stärksten Einbruch seit zwei Jahren verzeichnet.

Der Kurseinbruch bei Gold macht Investmentgesellschaften wie Paulson & Co. zu schaffen. Dort hat der milliardenschwere Hedgefondsmanager John Paulson seinen Anteil am größten börsennotiertenGold-Fonds in den ersten drei Monaten des Jahres unverändert gehalten. Armel Leslie, ein Sprecher für Paulson bei Peppercomm Inc., wollte keine Stellungnahme abgeben.

Allein am Montag haben börsennotierte Indexfonds auf Basis von Gold, Silber und Platin rund 2 Mrd. Dollar an Wert verloren. Investoren haben in der vergangenen Woche rund 530 Mio. Dollar aus börsennotierten Fonds, die Rohstoffe abbilden, abgezogen. Das entspricht annähernd einem Prozent des Marktwertes der Fonds. Hedgefonds und andere Vermögensverwalter beurteilen Gold so wenig optimistisch wie noch nie seit Beginn der staatlichen Datenerhebungen 2006.

Der Bloomberg Commodity Index, der 22 Rohstoffe abbildet, war am Dienstag 0,2 Prozent fester bei 96,4139, nachdem er am Montag 1,4 Prozent nachgegeben hatte auf den niedrigsten Stand seit Juni 2002.