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Bluebay-Investmentchef zur US-Wahl Biden verliert durch höhere Staatsausgaben an Schrecken

Joe Biden 2012 Oval Office
Joe Biden im Jahr 2012 als damaliger US-Vizepräsident bei einem Termin mit Barack Obama im Oval Office: Viel deutet darauf hin, dass Biden demnächst fest ins Weiße Haus einzieht. | Foto: imago images / ZUMA Press

Mit Blick auf die US-Wahlen deuten die Umfragen eine Blaue Welle an. Da eine Reihe von Senatswahlen offenbar ebenfalls knapp ausfallen dürften, gestehen die Märkte den Demokraten derzeit eine Wahrscheinlichkeit von rund 60 Prozent für einen „Clean Sweep“ zu, also einem Sieg sowohl bei den Wahlen zur Präsidentschaft als auch zum Senat.

Die Wahl ist noch nicht entschieden

Dessen ungeachtet kann bis zum Wahltag am 3. November noch viel passieren. Es sollte daran erinnert werden, dass Trump im Jahr 2016 in den Umfragen zu diesem Zeitpunkt ebenfalls mit zweistelligen Zahlen hinter Hillary Clinton lag. Wahrscheinlich ist daher, dass die Demokraten Joe Biden in Watte packen und ihn so weit wie möglich aus dem Schussfeld der „Tweet-Maschine“ halten werden.

Investoren haben Appetit auf Risiko

Überraschenderweise scheint eine sich abzeichnende Blaue Welle jedoch für nicht allzu viel Aufregung zu sorgen, denn die Risikobereitschaft der Anleger in den USA bleibt weiterhin hoch. Höhere Steuern unter Biden verlieren ihren Schrecken durch das Versprechen steigender Staatsausgaben im kommenden Jahr.

Riesiges Fiskalpaket erwartet

Sollten die Demokraten einen durchschlagenden Sieg erringen, könnten wir uns eine Biden-Regierung vorstellen, die ein Fiskalpaket in Höhe von 5 Billionen US-Dollar verabschiedet und damit die derzeitige Forderung von 2,2 Billionen US-Dollar, der die Republikaner ihre Zustimmung verweigern, in den Schatten stellt. Angesichts dieser riesigen Summe – das US-BIP beträgt 20 Billionen US-Dollar – ist es nicht verwunderlich, wenn die Marktteilnehmer über den derzeitigen politischen Stillstand hinwegsehen: Sie wissen, dass weitere fiskalpolitische Maßnahmen, eine dynamischere Konjunkturentwicklung im Jahr 2021, flankiert von der weltweit ultra-lockeren Geldpolitik, sowie die Verfügbarkeit von Impfstoffen gegen Covid-19 nicht mehr lange auf sich warten lassen.

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