Börsen-Guru Markus Frick in Untersuchungshaft

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Markus Frick soll erneut Aktienkurse manipuliert und Anleger betrogen haben. Nachdem die Finanzaufsicht Bafin den 40-Jährigen mehrmals angezeigt hatte, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Frick selbst sitzt wegen des Verdachts auf Marktmanipulation sowie des gewerbsmäßigen Betrugs in Untersuchungshaft.

Die Behörden werfen Frick vor für die Versendung von Börsenbriefen mitverantwortlich gewesen sein. Die Ersteller des Newsletter präsentierten den Abonnenten ein Musterdepot und forderten sie auf, dieses nachzubilden. Dabei täuschten die Tippgeber vor, die angepriesenen Aktien selbst kaufen zu wollen. In Wirklichkeit jedoch besaßen sie diese Aktien bereits und planten, die Nachfrage zu steigern, um die günstig eingekauften Papiere überteuert verkaufen zu können.

Den möglichen Schaden für Anleger schätzt die Staatsanwaltschaft Frankfurt auf etwa 625.000 Euro.

Frick stand bereits wegen eines ähnlichen Vergehens vor Gericht. Das Landgericht Berlin hatte ihn im April 2011 in einem anderen Fall wegen Marktmanipulation zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung verurteilt. Da die Bewährungsfrist noch läuft, droht dem Börsen-Star bei einer erneuten Verurteilung die Haftstrafe.

Frick ist vor allem mit der Fernseh-Show „Make Money“ beim Nachrichtensender N24 bekannt geworden. Darüber hinaus schrieb er Anlage-Ratgeber mit Titeln wie „Das Geld liegt auf der Straße“, „Ich mache Sie reich“ oder „So macht Geld glücklich!“.