Wenn am 11. Juni in Mexiko-Stadt der Ball rollt, beginnt das größte Fußballfest der Welt. 48 Nationen kämpfen in den USA, Kanada und Mexiko um den WM-Titel – doch wer ist eigentlich Weltmeister an der Börse?
Das hat die Hamburger Sutor Bank ausgewertet. Für alle WM-Teilnehmer, zu denen ausreichend Daten vorlagen, untersuchten die Experten die Wertentwicklung der jeweiligen Länderindizes vom 1. Januar 2023 bis zum 4. Juni 2026 – also zwischen der vergangenen und der kommenden Weltmeisterschaft –, gemessen in US-Dollar, bereinigt um Dividenden. 36 der 48 WM-Nationen flossen in die Auswertung ein. Nicht berücksichtigt wurden unter anderem Iran, Haiti, Kongo und Usbekistan.
Das Ergebnis hält einige Überraschungen bereit. Denn: Weder die großen Wirtschaftsmächte noch die Gastgeberländer dominieren das Ranking. Der letzte WM-Gastgeber Katar landet mit lediglich 4 Prozent Wertentwicklung sogar ganz hinten im Ranking. Dass sportliche Performance und Börsenkurs nicht immer Hand in Hand gehen, zeigt sich auch im Wettkampf der Sportartikelmarken. Eine Auswertung der sieben Turniere von 1998 bis 2022 legt offen, dass der Ausrüster des jeweiligen Weltmeisters nicht unbedingt auch die stärkste Sportaktie ist.
Bei den Aktienmärkten liegen stattdessen die besonders weit vorn, deren Börsen von Sonderfaktoren, günstigen Sektorzusammensetzungen oder politischen Weichenstellungen profitierten. „Hinter manchem sportlichen Außenseiter verbirgt sich an der Börse eine Performance-Rakete, allerdings oft gepaart mit extremen Klumpenrisiken“, erläutert Mathias Beil, Leiter Private Banking der Sutor Bank.
Die Aktienmarkt-Weltmeister und passende ETFs
Welche zehn Aktienmärkte seit der WM in Katar am stärksten abgeschnitten haben, mit welchen ETFs Anleger an der Entwicklung teilhaben können und was sie dabei beachten sollten, zeigen wir Ihnen auf den kommenden Seiten.
Quelle der ETF-Daten: FWW Fonds-Explorer, Stand: 10. Juni 2026
Platz 10: USA
107 Prozent Wertentwicklung innerhalb von dreieinhalb Jahren – das klingt nach einer starken Leistung. Im Vergleich mit anderen WM-Teilnehmern reicht es für die USA aber nur zu Platz zehn. Dass die Vereinigten Staaten nicht weiter vorn rangieren, liegt allerdings weniger an schlechten Fundamentaldaten als an der schieren Größe: Märkte wie Südkorea oder Spanien profitierten von spezifischen Sonderfaktoren, die ihnen überproportionale Kursgewinne bescherten. Der US-Markt dagegen bewegt sich breiter und tiefer – was ihn stabiler, aber auch weniger anfällig für Ausreißer nach oben macht.
Trotzdem bleibt der US-Aktienmarkt für die meisten Anleger das Schwergewicht schlechthin: Der S&P 500 versammelt die 500 größten börsennotierten Unternehmen des Landes – von Apple und Microsoft bis Nvidia und J.P. Morgan. ETF-Investoren, die an der Wertentwicklung der US-amerikanischen Unternehmen teilhaben möchten, haben viele Möglichkeiten. Der iShares Core S&P 500 ETF von Blackrock gehört dabei zu den meistgenutzten Instrumenten überhaupt. Er bildet den S&P 500 physisch nach, thesauriert Dividenden und ist an der Xetra handelbar. In der europäischen Variante ist der iShares-ETF volumentechnisch zudem noch einmal deutlich größer als der Vanguard S&P 500 ETF (ISIN: IE00B3XXRP09), dessen US-Pendant zuletzt als erster ETF die Marke von einer Billion Dollar Fondsvolumen geknackt hatte.
iShares Core S&P 500 ETF im Überblick
- Sektor: Aktienfonds Large Cap USA
- Auflegung: 18.05.2010
- Ertragsverwendung: thesaurierend
- Fondsgesellschaft: Blackrock Asset Management Ireland
- ISIN: IE00B5BMR087
- Maximal Drawdown seit Auflage: 33,81%
- Performance YTD: 10,62%
- Performance 3 Jahre: 65,82%
- Performance 5 Jahre: 96,11%
- Sharpe Ratio 5 Jahre: 0,89
- Sum. lfd. Kosten: 0,07%
- Volatilität 5 Jahre: 14,57%
- Volumen in Mio. EUR: 123.610

