Börsenaufsicht greift durch Zwei Promis zahlen Strafe wegen Krypto-Werbung

Influencer und Krypto-Werber: Boxer Floyd Mayweather (links) und DJ Khaled | © Getty Images

Influencer und Krypto-Werber: Boxer Floyd Mayweather (links) und DJ Khaled Foto: Getty Images

Wenn man für Werbung bezahlt wird, dann sollte man das auch bekanntgeben. Wenn man das nicht macht und es auch noch um Finanzangelegenheiten geht, versteht die US-Börsenaufsicht SEC überhaupt keinen Spaß.

Das mussten jetzt auch der Boxer Floyd Mayweather und Musikproduzent Khaled Khaled (Künstlername DJ Khaled) erfahren. Sie hatten für sogenannte Initial Coin Offerings (kurz: ICOs) geworben und dafür Geld bekommen. Dafür hat die SEC sie nun verdonnert, Strafe zu zahlen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Hintergrund: ICOs sind eine moderne, aber umstrittene Form, Geld für neue Projekte oder Produkte einzusammeln. Als Gegenleistung bekommt man keine Aktien, sondern eine Kryptowährung (Coin), die die Rechte verbriefen soll, aber eben auch nicht überwacht oder gar reguliert ist. Basis für das Ganze ist die Speicherform Blockchain, eine angeblich fälschungssichere Datenbank.

zum Newsletter von DAS INVESTMENT

Mayweather hatte für drei ICOs geworben und dafür Geld bekommen, das aber nicht bekanntgegeben. Allein von einer Firma namens Centra Tech gab es 100.000 Dollar. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter hatte er geschrieben, dass der Centra-ICO in ein paar Stunden starte: „Holt euch eure, bevor sie ausverkauft sind. Ich habe meine schon.“ Er hat 7,85 Millionen Follower. Außerdem twitterte er: „Ihr könnt mich ab heute Floyd Crypto Mayweather nennen.“ Auch DJ Khaled warb für den Centra-ICO und bekam heimlich 50.000 Dollar.

Ohne die Sache weiter zu kommentieren, zahlen beide nun. Mayweather insgesamt 614.775 Dollar und Khaled 152.725 Dollar. Außerdem verpflichtete sich der Boxer, drei Jahre lang nicht für Wertpapiere, Digitales oder ähnliches zu werben. Khaled ist für zwei Jahre geblockt. Die drei Verantwortlichen von Centra Tech hat die SEC übrigens schon im April 2018 verklagt. Verdacht auf Betrug.

„Anleger sollten skeptisch sein, wenn Investment-Empfehlungen in Sozialen Medien gepostet werden. Außerdem sollten sie keine Anlageentscheidungen aufgrund der Tipps von Promis fällen“, warnt Steven Peikin, Co-Direktor in der Vollzugsabteilung der SEC. „Influencer sind oft bezahlte Werber und keine Investment-Profis. Und die von ihnen beworbenen Wertpapiere könnten Betrug sein, egal ob sie traditionell oder über eine Blockchain emittiert werden.“