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Wünscht sich mehr Aktionäre hierzulande: Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse der Baader Bank in Frankfurt | © Getty Images

Börsenexperte Robert Halver Möge der Tag der Aktie zu einem lebenslangen Aktiensparen führen

Der Glaube deutscher Zinssparer an bessere Zins-Zeiten wird keine Zins-Berge versetzen. Konjunkturdellen, weltweite Überschuldung und (sozial-)politische Krisen, die mit Hilfe der Geldpolitik eingedämmt werden, sprechen dagegen. Aus dem Zins-Tiefland wird nie mehr ein -Bergland.

Wo kein hoher Kreditzins, da auch kein hoher Anlagezins

Im Moment gibt es für deutsche Staatspapiere im Durchschnitt 0,00 Prozent. Damit ist der Zinseszinseffekt ebenso k.o.: Denn null mal null ist null und bleibt null. Nach Inflation sind die Zinsen sogar negativ. Über diese Art des „Zinssparens“ freut sich nur Vater Staat.

Die Aktie passt nicht zur deutschen Sparkultur, noch nicht

Trotz Vermögensvernichtung werden die deutschen Zins-Gläubigen nicht zu Zins-Ketzern. Bei der Altersvorsorge vertrauen sie mehrheitlich weiter auf „Zinsvermögen“. Was für ein Klumpenrisiko, wenn man zusätzlich bedenkt, dass Staatspapiere historisch immer wieder vom Winde der Inflation oder Währungsreform verweht wurden.

Dennoch, für die Zinsgläubigen scheint der Sprung auf die Aktienseite so absurd zu sein wie der Wechsel eines Bayern-Fans in das BVB-Lager oder umgekehrt. Ebenso werden (Schein-)Argumente gegen die Aktie immer wieder gerne herbeigezerrt. Das kenne ich aus dem eigenen Bekanntenkreis. Letztes Weihnachten durfte ich mir mit kaum verborgener Genugtuung anhören, dass der deutsche Aktienleitindex DAX im Schlussquartal 2018 fast 14 Prozent verloren hatte. Dass der DAX aber seit seinem Tiefpunkt 2009 bis zum 21. Dezember 2018 fast 200 Prozent, d.h. annähernd 12 Prozent jährlich, plus machte, verschweigt des Aktien-Kritikers (Un-)Höflichkeit.  

Apropos Weihnachten, letztes Jahr gab es die Geschenke verspätet, erst am 27. Dezember. Hätte man an diesem Tag Aktien gemäß un-christlichem Motto „Nehmen ist seliger denn Geben“ gekauft, wäre bis heute ein Kursplus von über 12 Prozent angefallen.

Aktien sind vor allem eine hochattraktive Langfristanlage

Aktien haben sich ohne Ausnahme selbst von den größten Einbrüchen erholt und stets zu neuen Rekorden bewegt. Trotz z.B. Dotcom-, Immobilien- oder Euro-Krise hat der DAX seit seiner Einführung eine durchschnittliche Jahresrendite von 8,2 Prozent erzielt.

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