Börsenexperte Robert Halver Wie die Halbzeitbilanz der GroKo wirklich ausfällt

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Apropos Koalitionsvertrag, dieser liest sich wie das Wunschkonzert nach immer mehr Sozialleistungen. Die GroKo macht vor allem Gefälligkeits- und Wohlfühlpolitik. Während Willy Brandt mit den Ostverträgen, Helmut Schmidt mit dem NATO-Doppelbeschluss zur Aufstellung neuer Raketen, Helmut Kohl mit der deutschen Wiedervereinigung und Gerhard Schröder mit der Agenda 2010 bewusst heiße Eisen anpackten, zeigt die GroKo eine bemerkenswerte Hitzeempfindlichkeit. Bloß keinem Wähler wehtun.

Geht es dem Esel zu gut, geht er aufs Eis oder „Mad in Germany“

Leider jedoch brennen gewaltige geopolitische und wirtschaftliche Probleme auf den deutschen Nägeln. Wo bleibt die mutige und innovationsfreundliche Wirtschaftspolitik, für die Deutschland jahrzehntelang berühmt war und die jetzt so dringend wie Wasser in der Wüste benötigt würde, um dem wirtschaftlichen Überdruck aus Amerika und China entgegenzuwirken?

Stattdessen lässt man Diskussionen über eine neue Gesellschaftsordnung zu, die neo-sozialistische Züge trägt. Mit überdimensionierter Selbstgerechtigkeit wird unser Wirtschaftssystem in den Dreck gezogen, obwohl es seit Jahrzehnten breiten Wohlstand sichert und einen robusten Sozialstaat erst ermöglicht: Mittlerweile wird die Hälfte des Staatshaushalts für direkte und indirekte Sozialleistungen verwendet. Das ist kein Schweine-Kapitalismus, sondern Soziale Marktwirtschaft.

Sind 30 Jahre wirklich eine so lange Zeitspanne, dass man vergessen hat, dass die Theorie von Marx in der Realität immer Murx war. Die Geschichte zeigt klar, dass Innovationen und Fortschritt nur in der Marktwirtschaft erreicht wurden, nicht in staatlichen Kommandowirtschaften.

Politisch korrekte Gesinnung allein ist keine Lösung

Daneben wäre auch einer industriefeindlichen Ökodiktatur kein Erfolg beschieden. Selbstverständlich ist Klimaschutz eine sehr ernst zu nehmende Angelegenheit. Aber die Menschen müssen mitgenommen werden.

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