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Aramco-Förderanlage in Saudi-Arabien. Foto: Getty Images

Aramco-Förderanlage in Saudi-Arabien. Foto: Getty Images

Börsengang

Weltgrößter Ölförderer drängt aufs Parkett

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Wie man es auch dreht und wendet: Saudi Arabian Oil (Aramco) spielt zwar in einer ganz eigenen Liga. Das zeigt sich etwa bei den Ölreserven von rund 260 Milliarden Barrel. Das ist fast das Zehnfache dessen, was der Branchenriese Exxon Mobil hat. Oder bei der täglichen Produktion von 10 Millionen Barrel. Das ist mehr als die inländische Produktion aller US- Konzerne zusammengenommen.

Schon bald könnte der staatliche Öl-Gigant an die Börse gehen. Vergangene Woche bestätigte Saudi Aramco, dass die Gesellschaft über Optionen nachdenke, die eine „breite Teilnahme der Öffentlichkeit am Aktienkapital durch eine Notierung an den Kapitalmärkten“ entweder des Gesamtkonzerns oder einer Tochtergesellschaft ermögliche.

Hintergrund dürfte die harte Realität der vergangenen Monate sein. Öl wird billiger und billiger, und das wirkt sich auch auf den Haushalt des Königreichs aus. Am Montag berichtete das Wall Street Journal, dass laut dem Aramco-Vorsitzenden ein Börsendebüt auch Upstream- Aktiva umfassen könnte und eine internationale Notierung nicht ausgeschlossen sei.

Unternehmenswert in Billionenhöhe


Was ist das Unternehmen wert? „Billionen von Dollar“, wenn man dem Wirtschaftsmagazin The Economist glaubt. Das würde Aramco ohne große Anstrengungen in die Gruppe der weltweit wertvollsten Konzerne aufsteigen lassen. Selbst der Iphone- Hersteller Apple könnte überrundet werden.

Wenn man allein die Ölreserven des Unternehmens und eine konservative Bewertung von 10 Dollar je Barrel Öl zugrunde legt, dann käme Aramco auf einen Wert von 2,5 Billionen Dollar.

Doch Aktien-Investoren schätzen staatliche Öl-Unternehmen nur selten so hoch ein, wie dies von Regierungsvertretern erhofft wird. Sollte Aramco tatsächlich an die Börse gehen, könnte es vielleicht auch nur bei 100 Milliarden Dollar gesehen werden - basierend auf Bewertungen von ähnlichen staatlichen Unternehmensgruppen.

Vergleich mit russischen Ölriesen

Die russische Rosneft OAO, die sich im Besitz des Kremls in Moskau befindet und an der Börse gehandelt wird, ist ein Beispiel hierfür. Das Unternehmen ist der größte Ölproduzent Russlands und einer der größten in der Welt.

OAO fördert 5 Millionen Barrel je Tag - und damit viel mehr als beispielsweise die amerikanische Chevron. Dennoch beläuft sich die aktuelle Marktkapitalisierung von Rosneft auf nur 35 Milliarden Dollar, ein Bruchteil der 160 Milliarden Dollar von Chevron.

Petroleo Brasileiro ist sogar noch weniger wert, und zwar 23 Milliarden Dollar. Dabei kontrolliert das Unternehmen nahezu jeden Aspekt der brasilianischen Ölbranche. Unter allen großen Ölkonzernen im Staatsbesitz werden lediglich die chinesischen wie etwa Petro China mit hohen Summen bewertet - im Bereich von hunderten Milliarden Dollar.

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