Börsenkenner Robert Halver Rezession voraus?

Leitet die Kapitalmarktanalyse der Baader Bank in Frankfurt: Robert Halver | © Getty Images

Leitet die Kapitalmarktanalyse der Baader Bank in Frankfurt: Robert Halver Foto: Getty Images

Das Thema „Rezession“ hat wieder Hochkonjunktur und wird als größtes Risiko für Aktien betrachtet. Eigentlich ist eine Rezession etwas völlig Normales. Schon in der Bibel spricht man von sieben mageren Jahren, die den sieben fetten folgen. Und muss diese „Regel“ nicht umso mehr gelten, als dass die USA den zweitlängsten Aufschwung seit dem II. Weltkrieg erleben?

Konjunkturstimmung ähnlich schlecht wie beim Besuch des Metzgers im Schweinestall? 

Tatsächlich, setzt man gemäß Ifo-Institut die globalen Geschäftserwartungen und Geschäftslage zueinander in Beziehung, befindet sich die Weltwirtschaft bereits das zweite Quartal in Folge im „Abschwung“. Kommt gemäß klassischem Konjunkturzyklus als Nächstes die Rezession?

Grafik 1: Ifo-Geschäftserwartungen und -lage weltweit

Schlechte Konjunkturstimmung ist sicherlich noch keine schlechte -realität, aber vielleicht ein Menetekel? Die Berichtsaison hüben (Europa) wie drüben (USA) scheint den Konjunkturpessimisten in die Karten zu spielen. Die Daten für das III. Quartal 2018 sind weniger gut als erwartet und die Ausblicke wimmeln vor Fragezeichen. Und leider spielt der gute Donald auch noch den Brandbeschleuniger der Stimmungseintrübung. Mit seinem Handelsprotektionismus könnte der US-Präsident noch lange Öl ins Krisenfeuer chinesischer und europäischer Exportfirmen gießen. Denn er will uns alle mit einer zweiten Amtszeit „entzücken“.