Börsenoptimismus ist auf dem Tiefpunkt

Die Zuversicht der Deutschen in den heimischen Aktienmarkt nimmt weiter ab. Das zeigt eine quartalsweise Umfrage im Auftrag der Fondsgesellschaft Union Investment. Aktuell rechnen 22 Prozent der Befragten mit fallenden Aktienkursen in den kommenden sechs Monaten. Das sind 3 Prozentpunkte mehr als im dritten Quartal und der höchste Wert seit dem zweiten Quartal 2005.

Während der Börsenpessimismus zulegt, nehmen die Konjunkturerwartungen ab: Derzeit glauben nur 30 Prozent der Umfrageteilnehmer daran, dass sich die wirtschaftliche Situation in Deutschland verbessern wird. Im dritten Quartal waren es 35 Prozent, im ersten 59 Prozent. Der Pessimistenanteil stieg seit dem Vorquartal von 22 auf 29 Prozent.

Trotz der gesunkenen Erwartungen wollen 71 Prozent der Deutschen ihre Geldanlagen nicht verändern. Anders die Besitzer von Aktienfonds oder Einzelaktien: 44 Prozent von ihnen wollen zusätzliches Kapital in diese Anlagen investieren. Das sind 8 Prozentpunkte mehr als im dritten Quartal. Nur 15 Prozent wollen Aktienfonds oder Aktien verkaufen – das entspricht einem Rückgang von 14 Prozentpunkten gegenüber der vorigen Umfrage.

INFO: Für die Studie befragt das Marktforschungsinstitut Forsa quartalsweise 500 Finanzentscheider in Privathaushalten. Die Befragten sind zwischen 20 und 59 Jahren alt und besitzen mindestens eine Geldanlage. Die aktuelle Umfrage fand vom 1. bis 9. November statt.

Mehr zum Thema