Branche gegen Gesamtmarkt: Anleger gewinnen

Bankenaktien haben sich in den vergangenen Monaten deutlich schlechter entwickelt als andere Branchen. Wer dies vorhergesehen hat, konnte mit der passenden Anlagestrategie hohe Gewinne erzielen, obwohl auch viele Aktien anderer Sektoren spürbar an Wert verloren haben. Mit einer Long-Position auf den Gesamtindex und eine Short-Position in einen Bankenindex stünde man heute auf der Gewinnerseite. Das Problem an solchen Long-Short-Strategien: Wären die Finanztitel dem Rest des Markets davon marschiert, wären Verluste in Höhe des Renditeunterschieds entstanden.

Die UBS bietet ab sofort vier neue Branchenwetten als Zertifikat an, bei denen Anleger sowohl bei positiven als auch bei negativen Abweichungen von der Indexentwicklung gewinnen können. Bei den vier neuen Spread Bonus-Zertifikaten lassen die Schweizer jeweils einen Branchenindex gegen den Euro Stoxx 50 antreten. Hierfür ausgewählt wurden die Sektoren Automobile (WKN: UB1ATU), Banken (WKN: UB1BKS), Öl und Gas (WKN: UB1GAS) sowie Telekommunikation (WKN: UB1TEL). Die Sektorindizes enthalten die jeweils zugehörigen Branchentitel aus dem marktbreiten DJ Stoxx 600.  

Die Rendite der Zertifikate ergibt sich direkt aus der abweichenden Entwicklung der Vergleichindizes, ganz egal, ob das Branchenbarometer besser oder schlechter abschneidet als der Euro Stoxx 50. Steigt der Automobilindex beispielsweise bis zum Ende der Laufzeit am 1. April 2011 um 35 Prozent und der Euro Stoxx 50 nur um 10 Prozent erzielt das Zertifikat eine Rendite von 25 Prozent. Fällt der Euro Stoxx 50 bis dahin um 10 Prozent resultiert eine Rendite von 45 Prozent. Das gleiche gilt auch dann wenn der Autoindex 10 Prozent fällt und der Euro Stoxx 50 35 Prozent steigt. Je höher der Unterschied, desto höher die Rendite. 

Der Namenszusatz „Bonus“ lässt bereits erahnen, dass die Papiere nicht in jeder Marktlage Gewinne abwerfen. Eines darf nämlich während der Laufzeit nie passieren, und zwar dass der Euro Stoxx 50 die Schwelle bei 60 Prozent seines Startwertes berührt oder durchbricht. Dann nämlich verhalten sich die Zertifikate, wie herkömmliche Bonuszertifikate mit einem Barrieredurchbruch und spiegeln die Entwicklung des Euro Stoxx 50 wider. Die relative Entwicklung spielt dann keine Rolle mehr.   

Für Anleger, die eine Barriereverletzung für unrealistisch halten, könnte vor allem das Banken-Zertifikat interessant sein. Gerade diese Branche könnte in den kommenden Monaten und Jahren für besonders negative oder aber für unerwartet positive Überraschungen gut sein und sich demnach deutlich von der Entwicklung des Euro Stoxx 50 absetzen.