Branchenfonds: US-Versorgertitel als Performance-Treiber

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Eon minus 30 Prozent, RWE minus 45 Prozent – mit Energieversorgen war 2011 in Deutschland kein Geld zu verdienen. Ganz anders dagegen in den USA: Seit Januar stieg die Aktie des in Naperville/Illinois ansässigen Gasversorgers Nicor von 32,50 auf 40 Euro, Centerpoint Energy aus dem texanischen Houston kletterte immerhin von 11,50 auf 13,80 Euro.

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Beide Unternehmen sind im Branchenindex S&P Select Sector Capped 20% Utilities gelistet, dessen Performance der Londoner ETF-Anbieter Source über Swap-Geschäfte eins zu eins abbildet. Zum Stichtag 21. November kam dabei ein ansehnliches Plus von fast 9 Prozent heraus – mehr als bei jedem anderen Branchen-Aktienfonds.

Auch mit einem ETF auf den weltweit ausgerichteten NMX 30 Infrastructure Global, den Euro Stoxx Health Care und einen Korb ausgewählter Goldminenaktien ließ sich 2011 trotz der überall verrücktspielenden Börsen Geld verdienen.

Der einzige aktiv gemanagte Fonds, der es unter die Top 5 schaffte, ist der Morgan Stanley Global Infrastructure. Im Portfolio von Morgan-Stanley-Manager Ted Bigman spielen Versorger mit einem Anteil von mehr als 40 Prozent ebenfalls eine gewichtige Rolle, die Aktie von Centerpoint Energy gehört sogar zu den zehn größten Beteiligungen. Deutsche Aktien sind dagegen gar nicht vertreten – anders als etwa im DWS Invest Global Infrastructure, der Eon mit 4,5 Prozent als zweitgrößte Position gewichtet und 2011 knapp 20 Prozent verlor.

In gleicher Größenordnung rutschte der Invesco Asia Infrastructure ab, dessen Performance am mit 38 Prozent relativ hohen Anteil an in Hongkong oder Schanghai gelisteten Papieren wie China Mobile, CNOOC oder Power Assets litt. Freilich: Im Vergleich zu den fast 61 Prozent, die der LSF Asian Solar & Wind einbüßte, sind das fast schon Peanuts. Wer beim Stichwort Infrastruktur vor allem auf das Thema Schifffahrt setzte, konnte mit dem ETFX Dax Global Shipping ebenfalls viel Geld verlieren.

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