Klaus-Peter Flosbach (CDU)

Klaus-Peter Flosbach (CDU)

Branchenverbände begrüßen CDU-Vorstoß zum Wohn-Riester

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Hintergrund: Klaus-Peter Flosbach, der finanzpolitische Sprecher der Fraktion, sprach sich für Neuregelungen bei der Wohn-Riester-Förderung aus. Er fordert die Beseitigung von Hindernissen bei beim Eintritt eines Pflegefalls und berufsbedingtem Umzug. Zudem regte er an, dass Wohn-Riester-Guthaben auch für den seniorengerechten Umbau der eigenen vier Wände verwendet werden dürfen.

Bislang sehen die Vorschriften vor, dass die Förderung komplett zurückgezahlt werden muss, wenn die Immobilie verkauft und nicht binnen vier Jahren eine neue Immobilie erworben wird. Problematisch ist auch der Umzug in ein Pflegeheim. Ausnahme: Der Partner bleibt in der Immobilie wohnen oder beide haben sich bereits in eine betreute Wohneinrichtung eingekauft. Auch für die Renovierung der Immobilie darf das Riester-Guthaben nicht verwendet werden.
Die Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) begrüßen die Vorschläge, die ihnen allerdings nicht weit genug gehen: So wünscht der BSI dass die Wohn-Riester-Förderung auch für vermietete Wohnimmobilien gelten soll, der ZDB hingegen fordert, dass auch die energetische Sanierung mit dem Guthaben förderunschädlich möglich sein soll.

Auch die Bausparkassen versprechen sich neue Impulse vom  Wohn-Riester-Geschäft, das noch lange nicht an den Erfolg der anderen Riester-Sparformen anknüpft: So stieg die Zahl der Wohn-Riester-Verträge seit Einführung Ende 2008 auf 410.000 (Stand 3. Quartal 2010). Gemessen am Gesamtvolumen von rund 14 Millionen Riester-Verträgen ist der Marktanteil mit 3 Prozent allerdings äußerst gering. Auch am Neugeschäft der Bausparkassen hat Wohn-Riester einen geringen Anteil: Bei den LBS lag der Anteil an den Vertragsabschlüssen 2010 bei 15 Prozent, bei den Privaten Bausparkassen bei nur 7 Prozent.

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