Die Weltklimakonferenz COP 30 findet vom 10. bis 21. November 2025 in Belém statt – mitten im Amazonasgebiet. An der COP 30 nehmen über 50.000 Teilnehmer aus 190 Ländern teil. Im Zentrum stehen Waldschutz, Klimafinanzierung und die Umsetzung des Pariser Abkommens.

Zehn Jahre nach dem Pariser Abkommen sieht sich die Weltgemeinschaft mit der ernüchternden Erkenntnis konfrontiert, dass das 1,5-Grad-Ziel kaum noch erreichbar ist. Die Erde steuert auf eine Erwärmung von bis zu 3 Grad Celsius zu. Trotz geopolitischer Spannungen und der Abwesenheit der USA unter Präsident Trump hoffen viele auf konkrete Fortschritte bei der Umsetzung bestehender Klimaziele.

Brasilien präsentiert sich als ökologischer Vorreiter – trotz interner Widersprüche wie der geplanten Offshore-Ölförderung. Präsident Lula da Silva lancierte jüngst den „Tropical Forests Forever Fund“, der Waldschutz durch finanzielle Anreize fördern soll. Im Fokus der Konferenz stehen zudem die Energiewende, Klimafinanzierung für ärmere Länder und die Einbindung indigener Gemeinschaften.

Aufschwung am Amazonas

Brasilien ist die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas und reich an natürlichen Ressourcen wie Öl, Eisenerz, Soja und Kaffee. Die brasilianische Börse profitiert von stabilen Rohstoffpreisen, einer robusten Binnenwirtschaft und der Hoffnung auf internationale Investitionen, auch im Zuge der COP 30. Der Aktienmarkt bietet Zugang zu führenden Unternehmen aus Energie, Finanzen, Bergbau und Konsumgütern.

Als Pluspunkte des brasilianischen Aktienmarktes gelten:

  • Niedrige Bewertungen
  • Wachstumschancen durch Binnenkonsum
  • Reformdynamik und Infrastrukturprojekte
  • Diversifikation für globale Portfolios
  • Klimainitiativen als Wirtschaftstreiber

Trotz der Chancen sollten Anleger die Risiken nicht unterschätzen, darunter:

  • Politische Unsicherheit
  • Währungsrisiken
  • Inflation und hohe Zinsen
  • Abhängigkeit von Rohstoffexporten
  • Regulatorische Risiken

Kostengünstiger ETF mit Fokus auf Brasiliens Blue Chips

Der Franklin FTSE Brazil ETF (ISIN: IE00BHZRQY00) bildet den FTSE Brazil 30/18 Capped Index vollständig physisch ab. Dieser umfasst rund 70 große und mittelgroße brasilianische Unternehmen. Die Gewichtung einzelner Titel ist auf maximal 30 Prozent bei dem größten Titel und auf 18 Prozent für alle Weiteren begrenzt, um Klumpenrisiken zu vermeiden. Die Top 10 machen rund 53 Prozent der gesamten Gewichtung aus.

Der thesaurierende ETF wurde im Juni 2019 in Irland aufgelegt und verfügt über ein Fondsvolumen von gut 55 Millionen Euro. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,19 Prozent pro Jahr, womit sich der Franklin ETF als kostengünstigster Brasilien-ETF am Markt positioniert hat.

Die fünf größten Positionen sind:

  • Petrobras (Energie)
  • Vale (Grundstoffe)
  • Itau Unibanco Holding (Finanzen)
  • Banco Bradesco (Finanzen)
  • WEG (Industrie)

Der Franklin FTSE Brazil ETF legte im laufenden Jahr bereits über 27 Prozent an Wert zu. Aufgrund eines deutlichen Kursrückgangs im Jahr 2024 beträgt der Wertzuwachs über drei Jahre dennoch lediglich 10 Prozent. Über die vergangenen fünf Jahre ist eine Wertsteigerung von 60 Prozent zu verzeichnen, was einer jährlichen Rendite von rund 10 Prozent entspricht.

Diversifizierung mit Chancen und Risiken

Der Franklin FTSE Brazil ETF eignet sich für Anlegerinnen und Anleger, die auf die wirtschaftliche Dynamik und den Rohstoffreichtum Brasiliens setzen – und zugleich von geopolitischen Impulsen wie der COP 30 profitieren möchten. Niedrige Bewertungen bei brasilianischen Aktien und eine breite Diversifikation machen den ETF zu einem attraktiven Baustein für Schwellenländer-Portfolios.

Darüber hinaus kann der Aktien-ETF von Franklin mit seiner geringen Kostenquote punkten. Risiken wie politische Unsicherheit und Währungsvolatilität sollten bei einem Engagement jedoch nicht unterschätzt werden.