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Brexit „Besser rational als sentimental reagieren“

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Weiter vorausschauend gehen wir davon aus, dass, wenn sich der Staub gelegt hat und die Volatilität nachlässt, die kräftigen Verzerrungen als Folge des Chaos langsam sichtbar werden. Schwellenländer werden, angesichts guter Bewertungen und da sie von dem Brexit-Referendum kaum betroffen sind, stark profitieren. Zudem wird ihnen die zusätzliche Liquiditätsversorgung von den wichtigsten Zentralbanken zugutekommen. Und das wird wohl auch der anhaltenden Nachfrage nach Ertrag in einer Niedrigzinswelt und dem Bedarf an einer fundamental getriebenen, auf Qualität beruhenden Streuung, was eine umsichtige Suche nach Ertrag ist, einen weiteren Schub verleihen.

Institutionelle Strukturen und Denkschemata sind verstaubt

Die Folgen der Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, werden weitreichend sein. Europa wird wohl neu konfiguriert, da die Wählerschaft eines der größten Länder der EU den Status-quo zurückgewiesen hat.

Noch wichtiger aber: Es gibt sichtbaren und spürbaren Unmut gegenüber etablierten institutionellen Strukturen und Denkschemata. Dieser Unmut brodelte seit der Finanzkrise 2008/09 und das formt auch langfristig die politischen Resultate. Wir glauben, dass dies für grenzenlose Unsicherheit über die soziale, die ökonomische, die finanztechnische und die Sicherheit betreffende Dimension hinweg sorgt. Die vor uns liegenden Monate werden entscheidend sein, um die Richtung dieser „schönen neuen Welt“ bewerten zu können.

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