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Der Kensington Palace in Hyde Park, London: Die Preise für Londoner Wohnimmobilien in exquisiten Lagen sind stark gefallen | © Getty Images Foto: Getty Images

Brexit, Steuern, überhöhte Bewertungen

Londoner Häuserpreise: Größter Preisrutsch seit 2009

Der durchschnittliche Preis, den Verkäufer verlangten, fiel im April in der City um 1,5 Prozent auf 636.777 Pfund (751.989 Euro) - der größte Rückgang auf Jahresbasis seit Mai 2009, wie Rightmove am Montag mitteilte. Gegenüber dem Vormonat fielen die Preise um zwei Prozent.

Der Londoner Häusermarkt entwickelt sich seit Anfang 2016 schlechter als der Markt im übrigen Land, nachdem überhöhte Bewertungen, die Brexit-Entscheidung und Steuererhöhungen die Nachfrage dämpfen. Insbesondere die teuren Immobilien in den innerstädtischen Lagen leiden; hier bröckelten die Preise im Jahresvergleich um 4,2 Prozent, in den Vororten sind sie dagegen um 1,7 Prozent gestiegen.

"Während sich der Rest des Landes einer Frühjahrsbelebung erfreut, mit einem Preisboom in den meisten Regionen und neuen Preisrekorden, befinden sich Teile des Londoner Marktes noch in einem Anpassungsprozess", sagte Rightmove-Direktor Miles Shipside. Am oberen Ende des Marktes müssen demnach Käufer mit niedrigeren Angebotspreisen gelockt werden, um die höheren Erwerbssteuern auszugleichen.

Für Großbritannien insgesamt ergab sich Rightmove zufolge ein Preisanstieg von 1,1 Prozent im April. Das lag unter dem durchschnittlichen monatlichen Anstieg von 1,6 Prozent in dem Monat in den letzten sieben Jahren. Der landesweite jährliche Anstieg von 2,2 Prozent war der schwächste seit April 2013.

Die nachlassende Dynamik dürfte signalisieren, dass die Käufer vorsichtiger werden, zumal die zunehmende Inflation die realen Erträge schmälert und der Beginn des formalen Brexit-Prozesses den Wirtschaftsausblick umwölkt.

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