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Briefmarken und Beamte aus Bundespost-Zeiten

„Wer die Postbank kauft, holt sich einen Sanierungsfall ins Haus“

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Deutsche-Bank-Chefs Jürgen Fitschen und Anschu Jain haben sich wohl auf einen Verkauf der Postbank geeinigt. Während die 18.000 Mitarbeiter der Deutsche-Bank-Tochter aus Furcht um ihre Arbeitsplätze streiken, kommen auch auf einen potenziellen Käufer der Postbank schwere Zeiten zu. „Wer die Postbank kauft, holt sich einen Sanierungsfall ins Haus - und zwar keinen kleinen", zitiert Börse-online einen Investmentbanker, der nicht genannt werden will. Am Ende müsse die Deutsche Bank die Postbank womöglich an die eigenen Aktionäre verschenken. 

Schon der Kauf der Bank vor sieben Jahren sei ein Fehler gewesen, sagt Analyst Dirk Becker von Kepler Cheuvreux zum Online-Portal. Grund seien die niedrige Kapitalquote und Risiken in der Bilanz der Bank gewesen.

Die Kapitalquote konnte die Deutsche Bank in den vergangenen sieben Jahren zwar erhöhen. Was aber einem potenziellen Käufer nach wie vor massive Probleme bereiten dürfte, ist nach Ansicht der Branchenexperten die geringe Qualifikation der Mitarbeiter. So seien viele Beamte aus Bundespost-Zeiten nach wie vor an Bord. Zwei Drittel der Mitarbeiter seien zudem bei der Gewerkschaft Verdi organisiert, berichtet Börse-online.

So wundert es kaum, dass die Bank trotz ihrer sehr großen Kundenzahl laut einem J.P. Morgan-Analysten eine der geringsten Eigenkapitalrenditen in der gesamten Branche hat.

Das wissen auch potenzielle Käufer. Nach Angaben von Börse-Online soll es noch keine Kaufangebote gegeben haben. Das Portal sprach mit dem Commerzbank-Chef Martin Blessing, der Deutsche-Bank-Filialen ganz interessant fände. Diese stehen aber derzeit nicht zum Verkauf. Von Postbank-Niederlassungen, „in denen viele Kunden eher um Briefmarken in der Schlange stehen als um Aktienfonds“, würde Blessing hingegen die Finger lassen.  

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