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Büromiete: Luanda schlägt London und Paris

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In der angolanischen Hauptstadt Luanda sind die Mieten für Top-Büroflächen höher als in internationalen Finanzzentren wie London oder Paris. Dies geht aus dem aktuellen Bericht der Immobilienberatung Knight Frank hervor. Dafür wurden Immobilienmärkte in 33 afrikanischen Staaten analysiert. Mit Monatsmieten von 140 US-Dollar pro Quadratmeter für Büroimmobilien in Toplage übertrifft die angolanische Hauptstadt selbst Wirtschaftszentren wie London oder Paris, wo monatlich nur 131 beziehungsweise 93 Dollar pro Quadratmeter verlangt werden. Auch die Mieten in der zweitteuersten Stadt Afrikas – Lagos (Nigeria) – sind mit 65 Dollar pro Quadratmeter alles andere als niedrig. Als Gründe für die Preisexplosion auf dem afrikanischen Immobilienmarkt nennen Experten Wirtschaftssektoren wie Energie sowie Gewinnung von Bodenschätzen, die derzeit stark expandieren. Was natürliche Ressourcen wie Erdöl, Mineralien und Diamanten betrifft, zählt Angola zum viert reichsten Land der Welt. Auf der anderen Seite sind hochwertige Büroflächen in vielen afrikanischen Ländern noch Mangelware. Vor allem Öl und Gas fördernde Zentren seien deshalb laut Experten interessante Immobilien-Investments. Dennoch bleibt Afrika ein schwieriger Markt für internationale Investoren. Viele Städte leiden unter starker Umweltverschmutzung. Die Infrastruktur ist in großen Teilen des Kontinents unterentwickelt, die Märkte sind intransparent. Eine gute Vernetzung vor Ort ist deshalb Pflicht.

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