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Stolls Fonds der Woche Mach´s wie Buffett – Auf die Technologie-Gewinner der Zukunft setzen

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Biotechnologie: Dynamisches Investitionsumfeld

Aktien aus dem Biotechnologiesektor gehören derzeit zu den Renditebringern im Nasdaq-Index. Die Aktie von Vertex Pharmaceuticals stieg auf Jahressicht um fast 70 Prozent. Die Firma aus Boston entwickelt Medikamente zur Behandlung von Mukoviszidose, Krebs, Darmkrankheiten, Autoimmun- und neurologischen Erkrankungen. Der Aktienkurs hat sich in den vergangenen zehn Jahren glatt verneunfacht. Für weitere Kursfantasie bei den Amerikanern sorgt der Kombi-Wirkstoff Trikafta, der zur Behandlung zystischer Fibrose, einer Stoffwechselerkrankung eingesetzt wird. Außerdem sorgen neue Präparate zur Schmerztherapie und zur Behandlung von Nierenerkrankungen für Hoffnung. Andere Biotech-Konzerne wie Amgen, Gilead Sciences oder Regeneron sind gleichermaßen im Aufwind. Sie gewinnen gegen den allgemeinen Abwärtstrend zweistellig.

Insgesamt ist die Biotechnologie ein gigantischer Wachstumsmarkt, denn überall wo sie zum Einsatz kommt, soll sie dringliche Probleme der Menschheit lösen. Mit ihrer Hilfe sollen beispielsweise Krebs oder Aids heilbar werden. Der Einsatz von Bakterien und Mikroorganismen soll Plastik zersetzen und helfen, das globale Müllproblem in den Griff zu bekommen. Zudem hat die Corona-Pandemie eindrucksvoll vor Augen geführt: Wenn es einmal läuft, steigen auch die Kurse in luftige Höhen. Moderna und Biontech/Pfizer sind mit ihren mRNA-Impfstoffen gegen Covid-19 sehr schnell zu Gewinnern geworden.

 

Das Marktforschungsinstitut Predence Research rechnet innerhalb dieses Jahrzehnts mit einer Verdopplung des Marktvolumens in der Biotechnologie von derzeit 800 Milliarden US-Dollar auf 1,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2030. „Gesundheit ist ein Megatrend. Kaum eine Branche bietet langfristig orientierten Anlegern bessere Wachstumsperspektiven als der Biotechnologiesektor, der sich gegenwärtig in einem neuen Innovationszyklus befindet“, sagt Mario Linimeier, Fondsmanager des Medical BioHealth im Gespräch mit dem Magazin Geld. Der Experte sieht vor allem in den Bereichen Präzisionsmedizin, RNA-Technologie sowie Genome-Editing die wichtigsten Trends in der Zukunft.

Platz 1 auf meinem Technologie-Kaufzettel: Candriam Equities Biotechnology

Quelle Fondsdaten: FWW 2024

Auf die Tech-Einkaufsliste gehört deshalb ein Biotechnologiefonds. Eine Top-Empfehlung ist der Candriam Equities Biotechnology. Candriam ist die belgische Tochter des globalen Vermögensverwalters New York Life. Der im April 2000 aufgelegte Fonds zeigt mit einem Plus von 1033 Prozent über 20 Jahre Marathon-Fähigkeiten. Pro Jahr erwirtschaftete das Kraftpaket stolze 13 Prozent! Die Erfolgsserie hält auch im laufenden Jahr an. Mit einem Plus von 8 Prozent führt der Fonds das Sektorfeld an.

Fondsmanager Rudi Van den Eynde bringt über 35 Jahre Erfahrung mit. Er ist auf der Suche nach Unternehmen, die Medikamente gegen unterschiedliche Krankheiten entwickeln. Möglich sind auch Anlagen in Molekulardiagnostik-Unternehmen und Anbieter von wissenschaftlichen Geräten. Die Grundlage des Anlageprozesses ist das genaue Verständnis und die Beurteilung klinischer Daten von Produkten in der Entwicklungsphase. Weil in den Vereinigten Staaten schon sehr lange nach Lösungen geforscht wird, liegt der Schwerpunkt auf US-Unternehmen. Die Top-3-Werte im Fonds sind Regeneron, Gilead Sciences und Vertex. Das Fondsvolumen beträgt knapp 1,6 Milliarden US-Dollar.

Einen guten Lauf hat auch der UBS Equity Funds Biotech. Er legte im laufenden Jahr um 4 Prozent zu, auf 5-Jahressicht um knapp 50 Prozent. Der Top-Wert im Portfolio ist mit 8 Prozent AbbVie. Das US-Unternehmen forscht an einer Vielzahl von Erkrankungen, darunter Hepatitis C, Multiple Sklerose, Onkologie, Alzheimer und Parkinson. Fondsfrau Nathalie Lötscher Petrus setzt außerdem auf Vertex, Seagen und Amgen. Der UBS-Fonds ist bereits seit Oktober 1996 auf dem Markt und 551 Millionen Euro schwer.

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