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Studie des GDV Bundesbürger bekommen länger Rente als geschätzt

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Uhr: Viele Bundesbürger leben länger, als sie vermuten. | Foto: Pexels / Charlotte May

Eine Mehrheit der Deutschen unterschätzt ihre verbleibende Lebensdauer um mehr als vier Jahre. Und damit verkennt sie auch, wie lange sie in Zukunft Rente erhält. Zu dieser Erkenntnis kommt eine aktuelle Umfrage des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unter 1.004 Bundesbürgern der Geburtsjahrgänge 1964 und jünger.

Menschen aus diesen Jahrgängen erreichen das Rentenalter im Regelfall mit 67 Jahren. Im geschlechterübergreifenden Durchschnitt rechnen sie laut GDV-Umfrage damit, dass sie 83,4 Jahre alt werden (Männer 82,9 Jahre, Frauen 83,9 Jahre). Somit würden sie geschätzt für 16,4 Jahre Rente beziehen.

Doch diese Annahmen sind falsch. Basierend auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) leben die Befragten durchschnittlich 87,5 Jahre. Ein Grund dafür, dass sich viele Menschen bei dieser Frage verschätzen, sind nach Ansicht des GDV falsche Referenzpunkte. So orientiere sich mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Deutschen am Alter ihrer Großeltern. Etwa 40 Prozent blicken dabei auf die Eltern.

GDV fordert Transparenz im Online-Rentenportal

Ab Herbst 2023 sollen alle Bundesbürger im Renteninformationsportal eine transparente Übersicht ihrer Ansprüche aus gesetzlicher, privater und betrieblicher Altersvorsorge einsehen können. Angesichts seiner Studienergebnisse möchte der GDV nun, dass dieses Online-Portal auch ausweist, mit welcher Lebenszeit jeder Bundesbürger statistisch rechnen kann. „Das Rentenportal wäre der geeignete Ort, um die Menschen über ihre statistische Lebenserwartung aufzuklären“, sagt Peter Schwark, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des GDV. „Wer die Rentendauer unterschätzt, sorgt möglicherweise unzureichend vor.“

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