Frank Dornseifer

Frank Dornseifer

Bundesverband Alternative Investments zur AIFM-Richtlinie: Internationale Abstimmung ist unzureichend

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Ziel der AIFM-Richtlinie ist es, jene Fondsmanager einer Aufsicht zu unterstellen, die „systemische Risiken“ für die Stabilität der internationalen Finanzmärkte hervorrufen können. Gemeint sind also Fondsmanager, die beispielsweise riskante Techniken wie Leerverkäufe anwenden oder systematisch hohe Summen an Fremdkapital zur Hebelung der Renditen einsetzen.

„Wir brauchen bessere und effizientere Finanzmarktregulierung; Aktionismus bringt uns hier aber nicht weiter“, meint Achim Pütz, Erster Vorsitzender des BAI. Die Verlängerung des Verhandlungsmandates bringe also Chancen, einige der gravierenden Mängel des Entwurfs zu beseitigen.

Dazu zählt der Verband, der die Interessen der im Bereich Alternative Investments tätigen Marktteilnehmer vertritt, in erster Linie eine unzureichende internationale Abstimmung. Regulierungsvorschläge von der internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden IOSCO und dem Zusammenschluss der Banken-, Wertpapier- und Versicherungsaufseher Joint Forum seien vom EU-Rat mehr oder weniger außer Acht gelassen worden, so der Vorwurf des BAI-Geschäftsführers Recht und Policy, Frank Dornseifer.

Zudem sehe der ursprüngliche Entwurf ein Mehr an Regulierung vor, die zum Teil überflüssig ist und in der Tat auch wettbewerbseinschränkend ist“, so Dornseifer weiter. Der Zugang von Investoren zu Drittstaatenprodukten sowie der Markteintritt von Anbietern aus Drittstaaten werde dadurch erschwert.

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