Bundesverband Deutscher Stiftungen

Stiftungen fehlt es an Personal-Strategie

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Leitbilder, Strategien und Zielkontrolle haben mittlerweile einen festen Platz in der Arbeit von Stiftungen. Dies ergab eine Befragung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Dabei wurden Vertreter von 234 Stiftungen zu ihren Strategien in Bezug auf Personal, Förderpraxis, Kooperationen, Kommunikation, Vermögensanlage und Fundraising befragt.

Rund drei Viertel (75,6 Prozent) aller Befragten orientieren sich an einem Leitbild. Dabei stellen die Forscher keine Unterschiede zwischen kleinen und großen Stiftungen fest. Auch setzt sich mehr als die Hälfte der befragten Stiftungen (51,3 Prozent) jährlich mit ihren Zielen auseinander.

Besonderen Stellenwert haben Förder- und Projektstrategien sowie die Strategie der Vermögensanlage. Über der Hälfte der Stiftungen halten diese schriftlich fest. Strategien für das Personal allerdings fixieren nur 15,8 Prozent aller Befragten schriftlich. Eigene Sitzungen für die Strategieentwicklung werden besonders häufig für die Förder- und Projektstrategie sowie die Strategie der Vermögensanlage anberaumt.

Bei der Entwicklung von Strategien arbeiten große Stiftungen häufiger mit Externen zusammen als kleine Stiftungen. Dies gilt vor allem für die Strategie der Vermögensanlage.

„Stiftungen arbeiten immer professioneller“, erklärt Antje Bischoff, Leiterin Kompetenzzentrum Stiftungsforschung im Bundesverband Deutscher Stiftungen. Lediglich in Sachen Personal bestehe Nachholbedarf. „Die Erarbeitung von Personalstrategien muss auf die Tagesordnung, wollen sich Stiftungen verstärkt als attraktive Arbeitgeber für qualifizierte Köpfe positionieren.“

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