Einsatz der Feuerwehr bei Mallacoota: Katastrophale Waldbrände wüten bereits seit dem Herbst in vier australischen Bundesstaaten. Tausende Anwohner mussten in Notunterkünfte flüchten. | © Getty Images Foto: Getty Images

Buschfeuer in Australien

Brandschäden nähern sich einer halben Milliarde Euro

Auf 700 Millionen Australische Dollar (umgerechnet mehr als 432 Millionen Euro) summieren sich landesweit die Versicherungsschäden der jüngsten Buschfeuer in Down Under. Das berichtet aktuell der nationale Branchenverband Insurance Council of Australia. Anlass ist ein aktuelles Krisengespräch mit dem australischen Finanzminister Josh Frydenberg, an dem auch Vertreter der Versicherer Allianz und Zurich teilnahmen.

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Die Unternehmensvertreter sagten Frydenberg nach Verbandsangaben zu, die Verluste möglichst reibungslos zu ersetzen. Seit September hätten die Versicherer bisher knapp 9.000 Schadensmeldungen aus den australischen Bundesstaaten New South Wales, Victoria, Queensland und South Australia erhalten. In den kommenden Wochen dürften viele weitere Ansprüche geltend gemacht werden, erwartet man bei dem australischen Branchenverband.

Hohe Leistungen für Sturm- und Hagelschäden

Zum Vergleich: In Deutschland verursachten allein Stürme, Hagel und Starkregen im vorigen Jahr versicherte Schäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe, Industrie und Kraftfahrzeugen in Höhe von 3,2 Milliarden Euro. Damit lag die Natur­ge­fah­ren­bi­lanz 2019 auf dem Vorjahresniveau und unter dem langjährigen Durchschnitt von rund 3,7 Milliarden Euro, berichtete der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Ende Dezember auf Basis vorläufiger Daten.

>> Vergrößern! Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)

Gegenüber dem Schadensjahr 2018 haben sich die Leistungen für Sturm-, Hagel-, Blitz- und Überschwemmungsschäden an Kraftfahrzeugen auf geschätzte eine Milliarde Euro fast verdoppelt, heißt es vom GDV weiter. Allein die Unwetterserie und der Hagel an Pfingsten schlugen in diesem Jahr mit Schäden an Kraftfahrzeugen von rund 350 Millionen Euro zu Buche. Insgesamt liegen die Schäden voraussichtlich jedoch rund 5 Prozent über dem langjährigen Schnitt von 950 Millionen Euro.

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