Deutsche Börse

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BVI: Erneuter Ausverkauf am Fondsmarkt

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6 Milliarden Euro zogen Anleger im Februar aus Investmentfonds ab. Davon entfielen 4,4 Milliarden auf Publikums- und 1,6 Milliarden auf Spezialfonds. Dies geht aus der aktuellen Statistik des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) hervor.  Die größten Absatzeinbrüche verzeichneten dabei die Aktienfonds, deren Mittelabflüsse 2, 9 Milliarden Euro betrugen. Davon entfielen 1,7 Milliarden auf Indexfonds. Rentenfonds verbuchten Anteilscheinrückgaben im Wert von 1, 9 Milliarden Euro. Bei Geldmarktfonds wurden unter dem Strich Anteile im Wert von 60 Millionen Euro zurückgegeben. Offene Immobilienfonds verzeichneten einen Abfluss von 33 Millionen Euro. Nur die wenigsten Publikumsfonds konnten im letzten Monat Nettomittelzuflüsse vorweisen. Dazu zählen neben alternativen Anlagefonds, wie Private Equity oder Rohstofffonds, die 304 Millionen Euro einsammelten, vor allem die als Hybridfonds bezeichneten Wandelanleihen- und Genussscheinfonds. Der Großteil der einer Milliarde Euro, die den Genussschein- und Wandelanleihenfonds im Februar zugeflossen, entfällt auf den Deka Hybridfonds. Dieser werde jedoch nicht vertrieben, sondern stelle lediglich ein Produkt für die fondsgebundene Vermögensverwaltung dar, so ein Deka-Sprecher. Die Mittelzuflüsse seien eine Folge von internen Umschichtungen, so der Sprecher weiter. Von einer plötzlich gestiegenen Popularität der Wandelanleihen- und Genussscheinfonds kann also keine Rede sein. Insgesamt verwalteten die BVI-Mitglieder Ende Februar 566,2 Milliarden Euro in ihren Publikumfonds. In Spezialfonds waren 633,5 Milliarden Euro angelegt.

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