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BVI-Herbstumfrage Fondsbranche blickt optimistisch in das Jahr 2018

Von den Bäumen fällt Laub, das Jahr neigt sich dem Ende zu: 80 Prozent der deutschen Fondshäuser schätzen ihre Geschäftsaussichten im kommenden Jahr als unverändert gut oder besser ein
Von den Bäumen fällt Laub, das Jahr neigt sich dem Ende zu: 80 Prozent der deutschen Fondshäuser schätzen ihre Geschäftsaussichten im kommenden Jahr als unverändert gut oder besser ein | Foto: Pixabay

In einer aktuellen Umfrage des deutschen Fondsverbands BVI werten über drei Viertel der befragten Unternehmen ihre derzeitige Geschäftslage als gut oder sehr gut. Dieser Trend wird sich auch im kommenden Jahr fortsetzen: 80 Prozent schätzen ihre Geschäftsaussichten 2018 als unverändert gut oder besser ein.

Die stärksten Wachstumsimpulse sind aus Sicht der Fondsbranche die niedrigen Zinsen (64 Prozent Zustimmung), weil die Nachfrage der Anleger nach rentierlichen Anlageprodukten wie Fonds steigt.

Auch die Nachfrage nach alternativen Anlagen belebt das Geschäft (50 Prozent Zustimmung). Ausgebremst werden könnte der erfreuliche Trend allerdings durch ungünstige weltpolitische Entwicklungen und Turbulenzen an den Aktienmärkten. Das sind für die Befragten die größten Risikofaktoren im kommenden Jahr (je 59 Prozent Zustimmung).

Als größte Herausforderung wertet die deutsche Fondsbranche die kommenden regulatorischen Anforderungen; 52 Prozent der Befragten gaben sie mit „sehr groß“ an. Auch der steigende Margen- und Kostendruck belastet die Fondsbranche (41 Prozent Zustimmung).

MiFID II ist das größte Regulierungsprojekt

„Die Belastungen durch die Regulierung sind hoch für die Fondsgesellschaften. Derzeit setzt die Branche gleich drei Großprojekte um; MiFID II, PRIIPs und die Investmentsteuerreform. Allein MiFID II ist das größte Regulierungsprojekt, das wir jemals umzusetzen hatten“, kommentiert Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des BVI, die Umfrageergebnisse.

Der Trend zur Digitalisierung und die Modernisierung der eigenen IT sind für Fondshäuser weitere große Herausforderungen. Die Branche will entsprechend reagieren: 84 Prozent der vom BVI Befragten wollen im kommenden Jahr in ihre IT-Infrastruktur investieren. Die Zahl der Arbeitsplätze soll in der Summe aber konstant bleiben.

 

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