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Aktualisiert am in RegulierungLesedauer: 2 Minuten

Bundesregierung prüft Reformvorschläge BVI schlägt Fondsspardepot für Altersvorsorge vor

Großmutter mit Enkelkind
Großmutter mit Enkelkind: Die Bundesregierung will die Altersvorsorge reformieren – dazu gibt es verschiedene Vorschläge. | Foto: Imago Images / Westend61

Wie könnte eine Reform der privaten Altersvorsorge aussehen? Damit soll sich nun – wie im Koalitionsvertrag der Regierung vorgesehen – eine vom Bundeskabinett eingesetzte Expertengruppe beschäftigen. Ziel ist die Prüfung von Produkten mit höherer Rendite als Riester. Der deutsche Fondsverband BVI begrüßt den Schritt. „Es ist dringend erforderlich, die private Altersvorsorge weiterzuentwickeln“, kommentiert Hauptgeschäftsführer Thomas Richter.

Der BVI hält Fondssparpläne für das geeignete Instrument und hat dazu nun – in Anlehnung an den Koalitionsvertrag – ein eigenes Konzept für ein Fondsspardepot vorgelegt. Kernelement sei ein besonderes Depot für Fondssparpläne, die ausschließlich zum Zweck der Altersvorsorge abgeschlossen werden und daher eine Mindestlaufzeit bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres aufweisen, erklärt der Fondsverband. Die Förderung erfolge über einen gesonderten Freibetrag für die erzielten Gewinne, der mit der Anspardauer kontinuierlich wachse. „Damit kann die Politik einen starken Anreiz zum Sparen für die Altersvorsorge setzen“, so Richter.

 

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Die deutlich gestiegene Nachfrage nach Fondssparplänen ist dem BVI zufolge ein Beleg für ihre Akzeptanz als Altersvorsorgeinstrument. Zudem würden entsprechende Sparpläne im Rahmen der digitalen Rentenübersicht bereits als Altersvorsorgeprodukte berücksichtigt.

Fondsverband lehnt Staatsfonds für die Altersvorsorge ab

Beim Vorschlag eines öffentlich verantworteten Fonds mit Abwahlmöglichkeit, den die Expertengruppe ebenfalls prüfen soll, sieht der BVI dagegen offene Fragen: Die Prüfung dieser umstrittenen Idee sei dringend geboten, um sicherzustellen, dass kein wettbewerbsverzerrender Eingriff in den privaten Altersvorsorgemarkt stattfinde. Der Fondsverband hat dazu bereits eine klare Meinung: „Einen Staatsfonds in der privaten Vorsorge lehnen wir ab“, so Hauptgeschäftsführer Richter.

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