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Aktualisiert am 14.02.2022 - 10:53 Uhrin NewsLesedauer: 1 Minute

„Berufsausübung auf ganzer Linie erschwert“ BVK gibt Regulierung Schuld am Vermittlerschwund

Michael H. Heinz
Michael H. Heinz: Der BVK-Präsident fordert den Stopp der „Regulierungsspirale“. | Foto: BVK

Die Zahl der Versicherungsvermittler ist Ende 2021 auf 192.789 gesunken. Zu Anfang des Jahres lag sie noch bei 197.437. Dies geht aus den aktuellen Zahlen des Vermittlerregisters des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor.

Rückgang um fast 5 Prozent

„Insbesondere die Zahl der gebundenen Versicherungsvertreter hat sich allein im vierten Quartal um 1.861 vermindert“, erklärt BVK-Präsident Michael H. Heinz. Innerhalb des vergangenen Jahres verringerte sich dieser Vertriebsweg um 5.823 – das entspricht einem Rückgang um fast 5 Prozent. „Das finden wir bedenklich, zumal gerade unser Berufsstand einen sozialpolitischen Auftrag zur Absicherung der Bevölkerung hat,“ sagt Heinz.

Im Gegenzug waren zum Jahresende 2021 etwas mehr Versicherungsvertreter mit eigener Erlaubnis sowie Versicherungsmakler registriert als noch am Jahresbeginn.  

„Regulierungsspirale" stoppen

Trotzdem sieht Heinz die Entwicklung auf dem Vermittlermarkt mit Sorge. Denn nach Angaben des BVK-Präsidenten nahm die Zahl der Versicherungsvermittler in den letzten zehn Jahren bis auf ein paar wenige Ausnahmen immer ab. Die Ursache dafür vermutet Heinz in der „zunehmenden Regulierung, die unsere Berufsausübung auf ganzer Linie erschwert“. Er fordert von der Politik, die „Regulierungsspirale“ zu stoppen, um „weiterhin ein hohes Absicherungsniveau“ in Deutschland zu gewährleisten.