Callander Fund Japan New Growth

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Am Dienstag wurde Yasuo Fukuda zum neuen Ministerpräsidenten Japans gewählt. Damit kehrt Nippons Politik zur Normalität zurück. Auch wirtschaftlich dürfte das Inselreich zu seiner alten Stärke zurückfinden. Denn vom wirtschaftlichen Aufschwung in den Schwellenländern Asiens wird Japan besonders stark profitieren, erwartet Yoshito Tsubota von der DLIBJ Asset Management International (DIAMI), einem Tochterunternehmen der Tokioter Mizuho Bank und einer der größten Vermögensverwalter Japans.

Für die luxemburgische Callander Managers stellt Tsubota das Portfolio des Japan New Growth (A0B 50J) zusammen. Dieser Fonds investiert in knapp 100 Aktien aus allen Bereichen der japanischen Wirtschaft. Jeweils etwa ein Viertel des Fondsvermögens von derzeit knapp 200 Millionen Euro stecken in Industrie- und Technologietitel beziehungsweise in Unternehmen, die langlebige Verbrauchsgüter herstellen. Die vier größten Portfoliowerte sind die bekannten japanischen Markenhersteller Toshiba, Nikon, Mitsubishi und Sharp.

Doch es sind nicht nur Großkonzerne in Tsubotas Fondsportfolio zu finden. Mittelgroße Aktiengesellschaften kommen auf rund ein Viertel des Fonds, kleine auf knapp ein Zehntel. Ebenso bunt gemischt ist das Portfolio in Hinsicht auf die Anlagestrategie des Managers: Neben typischen Substanzwerten, zum Beispiel aus der Pharmabranche, befinden sich hier auch Wachstumswerte aus dem Stahlsektor und anderen konjunkturabhängigen Branchen.

Über die Portfoliozusammenstellung entscheidet Tsubota gemeinsam mit einem zehnköpfigen Team aus Aktienstrategen und Analysten der DIAMI. Dazu analysieren sie zunächst die Rahmenbedingungen der japanischen Wirtschaft und erstellen Prognosen über die zukünftige Entwicklung des japanischen Aktienmarktes. Nun werden eine Anlagestrategie ausgearbeitet und die einzelnen Aktien im Anlageuniversum daraufhin überprüft, ob sie zur beschlossenen Strategie passen. Abschließend wird das Portfolio nach den vereinbarten Gewichtungen zusammengestellt.

„Wachstums- und Substanz-Aktien verhalten sich in den verschiedenen Konjunkturphasen unterschiedlich“, erklärt Tsubota. „Daher variieren wir die Anteile der beiden Aktientypen im Portfolio je nach konjunktureller Phase.“ Für besonders erfolgreich hält Tsubota seinen an gesamtwirtschaftlichen Daten orientierten Investmentstil in Zeiten von Strukturbrüchen und immer dann, wenn sich der Konjunkturtrend umkehrt.

Die Rendite des Fonds in den vergangenen drei Jahren gibt Tsubota Recht: Mit mehr als 70 Prozent Wertentwicklung liegt die Mitte 2004 aufgelegte Euro-Variante des Fonds in der Rangliste der Rating-Agentur Morningstar weit vor dem Zweitplatzierten (46,3 Prozent). Das bedeutet eine durchschnittliche Jahresrendite von 19,5 Prozent. Dafür gibt Morningstar dem Fonds ihre Bestnote von fünf Sternen.

Der Ausgabeaufschlag des Fonds beträgt bis zu 4 Prozent, die Rücknahmegebühr bis zu ein Prozent. Die jährliche Verwaltungsgebühr liegt bei 2 Prozent. Außerdem wird eine zehnprozentige Erfolgsgebühr fällig, wenn der Fondswert einen neuen Rekord erreicht.

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