Das Fondsmanagementteam von Carmignac

Das Fondsmanagementteam von Carmignac

Carmignac verkauft Apple und Oracle

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Altbewährtes statt Modernes, das scheint mittlerweile das Motto von Edouard Carmignac zu sein. Im Portfolio seines Flaggschiff-Fonds Carmignac Investissement hat der Chef und Gründer der Investmentboutique Carmignac Gestion die Positionen in innovativen Informationstechnologien von 15,1 auf 11,6 Prozent reduziert. Dafür verkaufte er die Papiere der IT-Legenden Apple und Oracle. Mit satten Gewinnen, da sich die Werte in der Vergangenheit äußerst positiv entwickelt haben.

„Als logische Folge“ wurde der defensive Sektor im 3. Quartal neu gewichtet, erklärt Carmignac. Der Manager erhöhte den Anteil der defensiven Werte von 4,9 Prozent im Vorquartal auf 12,4 Prozent, indem er Aktien kaufte von Nestlé, Mead Johnson, einem in China sehr stark vertretenen Ernährungsunternehmen, und Vertex Pharmaceuticals, einem Biotechnologieunternehmen, das in der Bekämpfung der Hepatitis C aktiv ist.

Schwellenländer: Aktien gekauft, Staatsanleihen verkauft

Auch das Anlagethema des verbesserten Lebensstandards in den Schwellenländern wurde von 34,1 auf 38,6 Prozent des Portfolios von Carmignac Investissement ausgebaut. „Ein Beweis unseres stärkeren Vertrauens in den Ausgang der Inflationsbekämpfung“, kommentiert Carmignac.

Auf der Anleihen-Seite hingegen haben die Manager des Mischfonds Carmignac Patrimoine den Anteil der Schwellenländer-Anleihen von 8,2 auf 4,3 Prozent des Portfolios reduziert und Gewinne mitgenommen.

„Trotz der befürchteten Konjunkturabkühlung in den Vereinigten Staaten und der verschärften Haushaltslage der Länder an der europäischen Peripherie profitierten Schwellenländeranleihen Brasiliens, Kolumbiens, der Philippinen und Ungarns von der Anhebung ihrer Ratings“, erklärt Carmignac. Infolgedessen habe der Fonds durch die Investitionen in Brasilien, Kolumbien, Mexiko und Indonesien beträchtliche Gewinne eingefahren.

„Wir werden aller Voraussicht nach auf den Kauf von Schuldtiteln einiger Schwellenländer zurückkommen, um von der Entspannung der Langfristzinsen zu profitieren, die bald beginnen dürfte“, so die Investmentgesellschaft.

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