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Carsten Maschmeyer Bezahlt AWD-Gründer PR-Profis als Online-Fans?

Carsten Maschmeyer und Veronica Ferres beim Film Festival Zürich. Bezahlt der AWD-Gründer für positive Kommentare im Internet? Foto: Getty Images
Carsten Maschmeyer und Veronica Ferres beim Film Festival Zürich. Bezahlt der AWD-Gründer für positive Kommentare im Internet? Foto: Getty Images
Es sind unangenehme Auswüchse der aktuellen Medienkultur, die der „Tagesspiegel“ nach einer umfangreichen Recherche herausgefunden haben will: AWD-Gründer Carsten Maschmeyer habe - ebenso wie seine Frau, Schauspielerin Veronica Ferres, und der Freund des Paares, Ex-Hannover-Trainer Mirko Slomka - positive Fan-Kommentare in Online-Foren erkauft. Vermutlich bezahlte Claquere seien laut „Tagesspiegel“ immer dort zur Stelle, wo in Medien Negatives über Maschmeyer und Co. berichtet werde. Mit erstaunlicher Regelmäßigkeit verdrängten lobhudelnde Kommentare außerdem alle negativen Postings aus den Kommentarspalten unter der Berichterstattung über den umstrittenen Finanz-Mogul, darunter auch unter einem Beitrag von DASINVESTMENT.com.

Die Namen der Nutzer, die sich auffallend positiv über Maschmeyer, Ferres und Slomka äußerten, tauchten laut „Tagesspiegel“ in vielen unterschiedlichen Foren immer wieder auf. Ohne jedoch an anderer Stelle im Internet Spuren zu hinterlassen: Es könnte sich um Fake-Profile handeln – speziell angelegt, um ebensolche imageaufpolierenden Kommentare im Internet zu verbreiten, vermutet der „Tagesspiegel“. Die Fotos einiger dieser Nutzer ließen sich zudem gänzlich anderen Personen zuordnen.

Tatsächlich beschäftigen sich mittlerweile viele Agenturen mit „Reputationsmanagement“, wie der Fachbegriff für die Arbeit an einem positiven Image lautet. Die Kommuniktionsagentur Maschmeyers CNC Communications habe sich auf Nachfrage des „Tagesspiegel“ allerdings von einer solchen Vorgehensweise distanziert, schreibt das Magazin. Falls sich die mit akribischer Recherche und vielen Beispielen untermauerten Vorwürfe des „Tagesspiegel“ erhärteten, hätte sich der umstrittene Finanzmogul, der mittlerweile in einer TV-Sendung über Start-ups mitwirkt und sich in einer Biographie ins rechte Licht zu rücken suchte, in Sachen Public Relations ein echtes Eigentor geschlossen.
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