Cartesio-Chef: „Wir brauchen uns nicht vor Carmignac zu verstecken“
Juan Bertran: Wir planen unser Wachstum gerne Schritt für Schritt. Unser Unternehmen ist sechs Jahre alt. Wir haben also inzwischen einen ausreichenden Track Record und mit rund 350 Millionen Euro eine für die internationale Expansion ausreichende Größe erreicht. Jetzt sollen Deutschland und die Schweiz unsere nächsten Ziele sein.
DAS INVESTMENT.com: Ihre PR-Agentur meint, Sie werden manchmal mit dem französischen Star-Fondsmanager Edouard Carmignac verglichen.
DER FONDS
DAS INVESTMENT.com: Im Fünf-Jahres-Vergleich hat Sie Carmignac um ein gutes Stück abgehängt.
Bertran: Die Produkte sind nicht direkt vergleichbar, da wir mit Europa einen anderen regionalen Fokus haben. Unser Track-Record und besonders das Risiko- und Renditeprofil finden aber bei Investoren und den Rating-Agenturen höchste Anerkennung.
DAS INVESTMENT.com: Mit wie vielen Fonds wollen Sie nach Deutschland?
Bertran: Wir kommen mit einem Luxemburger Spiegelfonds des Cartesio Y - risk-adjusted Total Return European Equities - nach Deutschland. Der Fonds ist seit April 2010 in Deutschland zum öffentlichen Vertrieb zugelassen.
DAS INVESTMENT.com: Ein Vertriebserfolg in Deutschland dürfte nicht einfach werden.
Bertran: Sicher nicht. Das bisherige Feedback deutscher Investoren macht uns aber Mut. Wir haben es nicht eilig. Wir können langsam wachsen.
DAS INVESTMENT.com: An wen richten Sie sich?
Bertran: Wir wollen Investoren gewinnen, die unseren Anlagestil schätzen und mittel- bis langfristig anlegen wollen. Wir haben und wollen keinen Fokus auf bestimmte Anlegergruppen. Wir sprechen mit Vermögensverwaltern, Dachfondsmangern, Privatbanken, institutionellen Consultants und anderen. Den Vertrieb an professionelle Investoren in Deutschland koordiniert Accelerando Associates in Frankfurt. Eine große Kampagne muss das gar nicht werden. Wir versuchen es mehr in Einzelgesprächen. Am Ende sollen uns alle kaufen, die unseren Stil mögen.
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