Cash-Life: Bye, bye, Britain

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Der Policendienstleister Cash-Life konzentriert sich in Zukunft auf deutsche Lebensversicherungen und stellt das Geschäft mit britischen Policen ein. In diesem Markt versuchte Cash-Life seit 2005 Fuß zu fassen: Unter anderem hatte der Pullacher Dienstleister die Verwaltung der geschlossenen Policenfonds Britische Leben plus und Britische Leben Plus 2 des Emissionshauses MPC übernommen. Laut Cash-Life war es aber „nicht gelungen, das verwaltete Policenvolumen auszubauen“.

Der Cash-Life-Vorstandsvorsitzende Frank Alexander de Boer sieht die getroffene Entscheidung im Zusammenhang mit den eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen: „Dies ist ein weiterer Schritt zur Optimierung der operativen Prozesse und Verschlankung der Kostenbasis.“ Den im Zusammenhang mit britischen Policen im laufenden Jahr zustande kommenden Gesamtumsatz beziffert Cash-Life auf rund 350.000 Euro.

Mit MPC sei vereinbart worden, dass das Emissionshaus „die Sicherung der operativen Prozesse hinsichtlich der Verwaltung der britischen Policenfonds“ übernimmt. MPC hat diese Aufgabe MM Insurance und WL Consulting übertragen, die auch den dritten britischen Policenfonds von MPC managen.

Den entfallenden Gesamtumsatz taxiert Cash-Life „bis 2009 im mittleren sechstelligen Bereich.“ Der Ausfall soll „später progressiv bis zum Laufzeitende 2018 abfallen.“ Die langjährige strategische Partnerschaft im Zweitmarkt deutscher Kapitallebensversicherungen bleibt laut Cash-Life und MPC bestehen: „Der Policenankauf für unseren MPC Rendite Fonds Leben Plus 7 entwickelt sich gut. Wir planen daher auch bei künftigen Projekten mit Cash-Life zusammenzuarbeiten“, sagt MPC-Finanzvorstand Ulf Holländer.

Hintergrund: Seit seinem Amtsantritt im Januar 2008 hat der neue Vorstandschef de Boer dem Zweitmarkt-Pionier Cash-Life einen rigiden Sanierungskurs verordnet. Mitte Juli hatte die Berenberg Bank 25,8 Prozent der Cash-Life-Aktien erworben. Ob dies im Auftrag eines Investors geschah, ist bis heute nicht bestätigt worden.

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