Die Studie listet 16 Städte mit neuen Mischnutzungs-Standorten auf. (Quelle: Catella)

Die Studie listet 16 Städte mit neuen Mischnutzungs-Standorten auf. (Quelle: Catella)

Catella-Studie

Das bedeutet der Umbau von B-Lagen für die Immobilienwirtschaft

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Kastanienhöfe in Essen, Speicherstadt in Potsdam, Marina Quartier in Regensburg: Wenn in Stadtvierteln deutscher B-Standorte neue Lagen geschaffen werden, sollen sich Wohnen, Arbeiten und Einkaufen immer mehr miteinander mischen, so stellen sich Planer die Stadt der Zukunft vor. Weg von reinen Wohnsiedlungen am Stadtrand, hin zu einer gemischten Mehrfach-Nutzung (mixed-use developments). Um kurze Wege zwischen Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Essen gehen und Arztbesuchen zu legen. Bezahlbar, sozial durchmischt, nachhaltig konzipiert, grün, mit viel öffentlichem Raum, gutem Nah- und wenig Autoverkehr. Welche Herausforderung diese stadtbauliche Veränderung für die Immobilienwirtschaft bedeutet, untersucht die aktuelle Studie der Fonds- und Immobiliengesellschaft Catella.

So sind etwa Mischnutzungs-Projekte teurer als Objekte mit einer Einzel-Nutzung. Und weil sie teurer sind, finden sich auch weniger potentielle Investoren und Projektentwickler. Finanzinstitute bewerten zudem die gemischte Nutzung als zu kompliziert und neigen dazu, in Einzelnutzungs-Projekte zu investieren. Zudem dauert die Entwicklung der Projekte in der Regel länger.

Im Vergleich zu Standorten mit einer einfachen Nutzung fallen die anfänglichen Planungskosten bei den gemischten höher aus. Ein weiteres mögliches Problem: Dass die Bodenkosten höher sind, weil die Orte, an denen Mischnutzungs-Objekte entstehen sollen, die unterschiedliche Landnutzung zulassen müssen. Und zu guter Letzt kostet der Bau bei der Mischnutzung mehr.

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Die Studie listet 16 deutsche Projektstandorte mit gemischtem Konzept auf, darunter die Neue Mitte Altona, Ruhrbania in Mühlheim an der Ruhr, City Center in Bremen, die Innenstadt-Neuentwicklung in Hanau, die Sedelhöfe in Ulm, die Hafencity in Dresden und die Holzhalbinsel in Rostock. Mit einem Investitionsvolumen von 300 Millionen Euro ist das Q6/Q7 in Mannheim das finanzstärkste Projekt darunter.

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