Ark-Invest-Gründerin Cathie Wood hat im April für mehr als 267 Millionen US-Dollar Aktien für ihren wichtigsten Fonds, den Ark Innovation ETF (ISIN: IE000GA3D489), gekauft. Das zeigt ein Blick in die täglichen Tradingberichte des Unternehmens.
Damit kaufte sie deutlich weniger als in den Vormonaten – im Februar waren es noch über 400 Millionen US-Dollar, im März über 323 Millionen US-Dollar. Dafür stechen bei den aktuellen Käufen drei Positionen besonders hervor.
Big Tech rückt ins Depot
Wood ist für ihren Stil bekannt: Sie investiert fast ausschließlich in Unternehmen, die auf potenziell disruptive Technologien setzen – KI, Genomik, autonomes Fahren. Viele davon schreiben noch rote Zahlen. Entsprechend gilt der Fonds als risikoreicher.
Im April kaufte Wood jedoch auch Aktien etablierter Konzerne. Sie stockte ihre Positionen bei der Google-Mutter Alphabet, dem Onlinehändler Amazon und dem Facebook-Mutterkonzern Meta auf – zusammen für mehr als 75 Millionen US-Dollar. Alle drei übertrafen im vergangenen Quartal die Erwartungen der Analysten. Im Ark Innovation ETF kommen sie mittlerweile auf ein gemeinsames Gewicht von knapp 5 Prozent.
Tesla – erstmals seit Jahresbeginn
Neben den drei Tech-Größen kaufte Wood erstmals in diesem Jahr auch wieder Tesla-Aktien – für rund zwölf Millionen US-Dollar. Tesla ist mit einem Gewicht von fast 10 Prozent die größte Einzelposition im Fonds.
Wood setzt auf das Robotaxi-Geschäft als künftigen Wachstumstreiber des Unternehmens. Ark-Analyst Daniel Maguire sieht dabei laut „Handelsblatt“ einen klaren Kostenvorteil gegenüber herkömmlichen Fahrdiensten.
Das Kursziel von Ark Invest für die Tesla-Aktie liegt bei 2.600 US-Dollar bis 2029 – bei einem aktuellen Kurs von knapp 400 US-Dollar eine ambitionierte Einschätzung. Laut Handelsblatt empfehlen unter den 55 vom Finanzdienst LSEG erfassten Analysten 24 den Kauf der Aktie, 23 raten zum Halten, acht zum Verkauf. Ihr Zwölf-Monats-Kursziel liegt demnach bei 415 US-Dollar.
Einstieg beim Atomreaktorentwickler
Den größten Einzelkauf tätigte Wood im April bei X-Energy. Das US-Unternehmen ging am 24. April zu einem Ausgabepreis von 23 US-Dollar je Aktie an die Börse. Wood kaufte 2,8 Millionen Anteile für rund 65 Millionen US-Dollar. Durch den Kursanstieg seit dem Börsengang stieg der Wert der Position auf über 85 Millionen US-Dollar.
X-Energy entwickelt unter anderem kleine modulare Atomreaktoren. Das Unternehmen gilt als indirekter Nutznießer des KI-Booms: Technologiekonzerne und Rechenzentrumsbetreiber setzen zunehmend auf Kernenergie, um den Energiehunger ihrer KI-Infrastruktur zu decken. X-Energy will dabei keine eigenen Kraftwerke betreiben, sondern seine Technologie lizenzieren.
Bis Ende April 2026 hatte das Unternehmen noch keinen Reaktor gebaut oder in Betrieb genommen. Analysten haben ihre Einschätzung zur Aktie noch nicht veröffentlicht.

