Die Starinvestorin Cathie Wood hat inmitten eines dramatischen Kurseinbruchs Aktien des Cybersicherheitsunternehmens Crowdstrike gekauft. Wood erwarb am 19. Juli Crowdstrike-Aktien im Wert von rund 13 Millionen Euro (zwölf Millionen US-Dollar) für ihr Portfolio bei ARK Invest, obwohl die Aktie seit einem folgenschweren IT-Vorfall anfangs um über zehn Prozent sank.

Auch seit dem Kauf der Starinvestorin kennt der Aktienkurs von Crowdstrike bisher nur eine Richtung. Lag der Kurs beim Kauf von Wood noch bei rund 300 Euro pro Anteil, sank die Aktie in der Folge bis auf rund 200 Euro und verlor seitdem Allzeithoch Anfang Juli bereits circa 40 Prozent.

Crowdstrike: Auslöser der Kurseinbruchs

Der Kurseinbruch wurde durch ein fehlerhaftes Software-Update ausgelöst, das zu einem weltweiten IT-Chaos führte. Trotz dieser Turbulenzen sieht Wood offenbar das langfristige Potenzial von Crowdstrike als führendes Unternehmen im Bereich Cybersicherheit. Analysten teilen weitgehend ihre optimistische Einschätzung und betrachten den Kurssturz als übertrieben. Sie gehen davon aus, dass Crowdstrike die aktuellen Probleme überwinden und seine starke Marktposition behaupten wird.

Crowdstrike ist ein führender Anbieter von Cloud-basierter Endgeräteschutz und Cybersicherheitslösungen. Das Unternehmen betreut weltweit über 21.000 Kunden und hat sich als zuverlässiger Partner für den Schutz gegen komplexe Cyberbedrohungen etabliert. Trotz des aktuellen Rückschlags bleibt das langfristige Wachstumspotenzial von Crowdstrike im Zuge der fortschreitenden digitalen Transformation und der steigenden Bedeutung von Cybersicherheit intakt.

 

Delta Air Lines bereitet Schadensersatzklagen vor

Delta Air Lines bereitet Schadensersatzklagen vor Die Folgen des Vorfalls beschränken sich jedoch nicht nur auf den Aktienkurs von Crowdstrike. Die große US-Fluggesellschaft Delta Air Lines, die massiv von den IT-Ausfällen betroffen war, bereitet nun offenbar Schadensersatzklagen vor. Delta habe eine bekannte Anwaltskanzlei damit beauftragt, Schadensersatzforderungen gegen Crowdstrike und Microsoft zu prüfen, berichtete der US-Sender CNBC am Dienstag. Delta-Chef Ed Bastian beziffert den entstandenen Schaden auf bis zu 460 Millionen Euro (500 Millionen US-Dollar).

Nach den Meldungen über bevorstehende Schadensersatzforderungen brach der Kurs der Crowdstrike-Aktie am Dienstag (30. Juli) um weitere fast zehn Prozent ein. Angesichts der drohenden Klagen und behördlichen Untersuchungen herrscht weiterhin Unsicherheit unter vielen Anlegern, da noch unklar ist, wie sich die möglichen Klagen entwickeln werden und welche finanziellen Auswirkungen sie für Crowdstrike haben könnten.

Weiterhin überzeugt von Tesla 

Cathie Woods anhaltende Investitionen in Tesla Neben Crowdstrike setzt Wood auch weiterhin auf Tesla. Trotz enttäuschender Quartalszahlen und sinkender Aktienkurse kaufte sie vergangene Woche 33.143 Tesla-Papiere für den ARK Next Generation Internet ETF (ARKW). Wood betrachtet Tesla als Technologieunternehmen mit enormem Potenzial in zukunftsträchtigen Bereichen wie KI, autonome Fahrzeuge und erneuerbare Energien.

Ein kontroverser Investmentansatz mit Fokus auf disruptive Innovationen Woods bleibt unverändert: Sie setzt auf disruptive Innovationen und nutzt Kursrückgänge bei ihren Kernpositionen konsequent für Zukäufe. Ob sich ihre jüngsten Investitionen in Crowdstrike und Tesla auszahlen werden, bleibt abzuwarten. Insbesondere bei Crowdstrike wird die weitere Entwicklung stark davon abhängen, wie das Unternehmen mit den Folgen des Software-Debakels und den möglichen Schadensersatzklagen umgehen wird.