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Celine Nadolny Kolumne
„Hunderte Coaches haben mich dorthin gebracht, wo ich heute bin“
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Celine Nadolny Kolumne „Hunderte Coaches haben mich dorthin gebracht, wo ich heute bin“

Celine Nadolny in einer Collage
Celine Nadolny in einer Collage: „Auch mit dem besten Coach der Welt muss du immer noch selbst über die Ziellinie laufen.“
© Barbara Bocks, Collage mit Canva

Wer heute im Internet, den sozialen Medien und Karriereplattformen nach Weiterbildungsangeboten oder auch nur kleinen Tipps und Tricks schaut, kommt nicht an ihnen vorbei: Coaching- und Mentoring-Angebote.

Früher hieß es: „Wer nichts wird, wird Wirt.“ Heute wohl eher: „Wer nichts wird, wird Coach.“

In einer Welt, die sich beruflich wie privat immer schneller dreht, in der Soft-Skills wichtiger werden und konstantes Lernen und Wachsen für viele zu einer Tugend geworden ist, gewinnen Coaching und Mentoring zunehmend an Bedeutung.

Dabei ist die Bandbreite so groß wie die Fantasie. Es gibt nichts, was es am Markt nicht gibt.

Vom Schlafcoach über jene für die perfekte Ernährung trotz stressigem Job bis hin zu Mentaltrainern, Karriere- und Bewerbungsexperten und Führungskräfte-Coaches: Coaches bieten individuelle Begleitung und Anleitung, um berufliche Ziele zu erreichen, persönliches Wachstum zu fördern und gegebenenfalls auch die ein oder andere Abkürzung zu nehmen. 

 

Coachings: Wie sinnvoll sind diese Angebote wirklich für die Karriere?

Weiterbildung ist Key!  Für mich steht es überhaupt nicht zur Debatte, dass wir stetig an uns arbeiten sollten.

Wer Großes im Leben erreichen möchte, vollkommen unabhängig davon, was wir ganz individuell darunter verstehen, sollte sich nicht nur einen Plan machen, sondern auch konstant und diszipliniert an dessen Umsetzung arbeiten.

Nur ist das mitunter nicht immer so einfach. 

An dieser Stelle kommen Coaches und Mentoren ins Spiel:

  • Sie bieten Orientierung.
  • Sie gehen mit uns gemeinsam auf die Suche.
  • Sie sind eine Stütze in schwierigen Zeiten.
  • Sie schützen uns vor unnötigen Fehltritten und motivieren uns dranzubleiben.

So oder so ähnlich könnte es im Idealfall aussehen. 

Hunderte Coaches haben mich dahin gebracht, wo ich heute stehe!

Obwohl ich erst 26 Jahre alt bin, hatte ich bereits hunderte Coaches und Mentor:innen in meinem Leben; nicht unbedingt immer in Präsenz, selten mit einem Mandat, sondern viel häufiger in Form von Autor:innen von hunderten Büchern, wertvollen Gesprächspartner:innen oder inspirierenden Persönlichkeiten, die ich über die Zeit verfolgte.

Zu diesen Coaches und Mentoren gehören unter anderem:

  • Jessica Schwarzer und Gerd Kommer, die mich lehrten, wissenschaftlich fundiert zu investieren,
  • Paulo Coelho und John Strelecky, die immer wieder Mut und Zuversicht in mir weckten,
  • Tony Robbins und Bodo Schäfer für meine mentale Stärke,
  • Dale Carnegie und Napoleon Hill für meinen Antrieb und
  • Brian Tracy und Stephen Covey für meinen Werkzeugkasten.
Diese Liste kann ich fast unendlich weiterführen. Ich bin all diesen Menschen unglaublich dankbar für die wertvollen Impulse, die sie mir gegeben haben.

Bevor wir über die Sinnhaftigkeit von Coaching und Mentoring sprechen, müssen wir meiner Meinung nach den Begriff erweitern.

Denn wir alle sind in gewisser Weise Coaches und Coachees zugleich.

 

Es geht schlichtweg gar nicht anders. Denn unser ganzes Leben lang beobachten wir und werden beobachtet. Wir nehmen uns an anderen ein Vorbild und sind zugleich selbst eines – im Positivem wie im Negativem.

Aber an dieser Stelle kommt eine goldene Regel von Jim Rohn zum Tragen: „Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.“

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Anders ausgedrückt: Wenn du mehr aus deinem Leben machen möchtest, dann wirst du ab einem gewissen Punkt dein Umfeld erweitern oder auf andere Art und Weise Input von außerhalb holen müssen.

Angebote wirst du dafür sicherlich ausreichend im Netz finden. Aber nicht alle sind auch seriös.

Das liegt schon allein daran, dass der Begriff oder das Suffix „Coach“ in keiner Weise geschützt ist.

Jeder kann sich da draußen von heute auf morgen „Finanzcoach“, „Coach für mentale Gesundheit“ oder „Karrierecoach“ nennen. Dazu muss weder eine Prüfung abgelegt, noch anderweitig ein Kenntnisnachweis erbracht werden.

Woran erkenne ich die Qualität eines Coachings und wieviel darf es kosten?

Sehr gerne würde ich nun eine stichpunktartige Checkliste zur Verfügung stellen, mit der man qualitativ hochwertige Coaches von solchen unterscheiden kann, die du lieber meiden solltest.

Aber leider gibt es so etwas nicht.

Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen: Für Laien ist es fast unmöglich, die Qualität eines Coaches aus der Distanz zu beurteilen.

  • Was man auf den ersten Blick nur beurteilen kann, sind die Rahmenbedingungen und das Auftreten.
  • Bei dem eigentlich interessanten Part, den Inhalten, blicken wir zumeist ins Trübe.

Mein Tipp an dieser Stelle: Vorher grob ins Thema einlesen.

Selbstverständlich bieten manche Coaches und Mentoren kostenlose Kennenlerngespräche an. Man beschnuppert sich gegenseitig, bekommt einen ersten Eindruck und kann danach sicherlich schon besser abschätzen, ob das Coaching einem etwas bringen würde.

Aber wie sieht es mit Online-Kursen aus oder komplexeren Themen wie Finanzen oder Steuern, von denen man noch gar keine Ahnung hat?

Die finanzielle Verbindlichkeit, mit der die allermeisten Angebote am Markt platziert sind, bringt mich dazu, zunächst einmal zu einer unverbindlichen Recherche in Literatur und Netz zu greifen. Mit einem soliden Fundament wird man dann auch besser beurteilen können, welches Angebot für einen das richtige ist.

 

Es ist dumm, jeden Fehler selbst machen zu wollen!

Wer es sich leisten kann, wird in jeder Karrieresituation sinnvolle und hochwertige Angebote am Markt finden, die einen wirklichen Unterschied machen können.

Wem die mitunter tausende bis hunderttausende Euro teuren Masterclasses allerdings das Geld nicht wert sind, dem bleibt am Ende immer noch die wundersame Welt der Sachbuchliteratur und die steht einem bereits für ein paar Euro Bibliotheksgebühr im Monat offen – Zeitinvest vorausgesetzt!

Die Wahl des richtigen Coachings beziehungsweise Mediums erfordert sorgfältige Überlegung.

Letztendlich ist der Erfolg am Ende aber vor allem stark von der eigenen Offenheit für Feedback, dem Engagement und dem Willen zur persönlichen Weiterentwicklung abhängig. Auch mit dem besten Coach der Welt muss du immer noch selbst über die Ziellinie laufen.

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