Center for Financial Studies

Deutschland als Zentrum der Finanzregulierung

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Dienstleister der Branche haben dem CFS zufolge im zweiten Quartal zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, im Gegensatz zu den Finanzinstituten, die Stellen abbauten.

Der CFS-Gesamtindex für das Klima in der deutschen Finanzbranche fiel im zweiten Quartal von 115,5 Punkten auf 112,1 Punkte. Als ein Grund dafür wurde der Stellenabbau bei den Finanzinstituten genannt. Der Indexwert für die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland dagegen erreichte 125,8 Punkte, den höchsten Wert seit Beginn der Umfrage im Jahr 2007.

Die zunehmend positive Einschätzung der zukünftigen internationalen Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland sei zum Teil auf die wachsende Rolle Frankfurts als Regulierungszentrum zurückzuführen, wird CFS-Direktor Jan Pieter Krahnen in der Pressemeldung zitiert. Die europäische Zentralbank mit Sitz in Frankfurt stellt derzeit etwa tausend neue Mitarbeiter ein, um die größten Banken des Euroraums zu beaufsichtigen.

Der CFS-Subindex für Beschäftigung bei den Finanzinstituten fiel gegenüber dem Vorquartal um sechs Punkte auf 95 und stieg bei den Dienstleistern um 1,3 Punkte auf 113,8 Punkte an. Ein Indexwert unter hundert bedeutet einen Stellenabbau, über hundert bedeutet Beschäftigungszuwachs. Die Finanzinstitute „rechnen für das laufende Quartal mit weiteren Einschnitten bei den Belegschaften“, schrieb das CFS.

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