Acht Wochen für den CFA

CFA Institute befragte Prüflinge

Acht Wochen für den CFA

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Die CFA-Prüfungen haben den Ruf, besonders schwer zu sein. Anscheinend zu Recht. Das legt zumindest eine Umfrage des Anbieters CFA Institute unter den Teilnehmern der Juni-Examen nahe. 32 Prozent der Befragten zeigten sich von der Schwere der Prüfung überrascht. Lediglich 7 Prozent gaben an, dass die Prüfung leichter war, als sie erwartet hatten. Bei der Mehrheit - 61 Prozent - entsprach der Schwierigkeitsgrad den Erwartungen.  

Anleihen und Derivate am schwierigsten

Besondere Probleme bereiteten den Prüflingen Fragen zu Anleihen und Derivaten: 75 beziehungsweise 73 Prozent der Umfrageteilnehmer bezeichneten diese als schwer oder sehr schwer. Das Portfolio-Management war mit 70 Prozent der Nennungen das drittschwerste Fachgebiet.

Am leichtesten fielen den angehenden Finanzanalysten hingegen die quantitativen Methoden: Lediglich etwas mehr als die Hälfte (54 Prozent) bezeichnet diese als schwer oder sehr schwer.

307 Stunden Vorbereitungszeit

Im Schnitt bereiteten sich die Kandidaten 307 Stunden auf eine Prüfung vor. Das entspricht rund 38 Arbeitstagen (à 8 Stunden) oder knapp 8 Arbeitswochen (à 40 Stunden).

Am wenigsten Zeit nahmen die Vorbereitungen zum Level-I-Exam in Anspruch: Hier mussten die Kandidaten durchschnittlich 283 Stunden pauken. Level II folgt mit 313, Level III mit 324 Stunden.

Probeklausur und externe Unterlagen am hilfreichsten

Um sich vorzubereiten lasen die meisten Kandidaten die Unterlagen, die sie in Print- oder E-Book-Form von CFA Institute bekommen haben und machten die Probeklausur (jeweils 79 Prozent). Am wenigsten wurde die CFA-App (4 Prozent) und der interaktive Studienplaner von CFA (8 Prozent) genutzt.

Am hilfreichsten waren neben der Probeklausur (85 Prozent) vor allem Unterlagen, die die angehenden Analysten aus anderen Quellen, also nicht vom CFA Institute, bekommen haben (89 Prozent).

Karriere: Inder am optimistischsten

Bei den Gründen für eine Prüfungsanmeldung führt der Wunsch nach besseren Karrierechancen mit 37 Prozent. Vor allem indische Teilnehmer zeigten sich am zuversichtlichsten: 77 Prozent von ihnen glaubten, mit dem weltweit anerkannten Zertifikat einen Karrieresprung hinlegen zu können. Am pessimistischsten zeigten sich die Schweizer: Nur 21 Prozent von ihnen rechneten mit einer CFA-bedingten Beförderung. Auch Deutschland zählt mit 30 Prozent zu den Schlusslichtern.

Doch Geld und Karriere scheint nicht das Einzige, was die angehenden Finanzprofis bewegt. So gaben 20 Prozent von ihnen an, durch die Weiterbildung ihr Wissen vertiefen zu können. Weitere 10 Prozent waren auf der Suche nach einem Job und hofften, als Chartered Financial Analysts bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. 8 Prozent suchten einfach nach einer Herausforderung.

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