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Chaos bei Aberdeen: Degi-Fonds sollen verkauft werden

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Aberdeen führe bereits Gespräche, um die beiden Degi-Fonds loszuwerden, berichtet die „Welt“ unter Berufung auf Unternehmenskreise. Dabei suche die Fondsgesellschaft einen Käufer oder alternativ einen vertriebsstarken Partner, der die Anteile der beiden Fonds an den Mann bringen kann.

Aberdeens Versuche, ein eigenes Vertriebsnetz aufzubauen, seien gescheitert, so die „Welt“ weiter. Dies sei auch der Grund gewesen, warum sich die Gesellschaft von der Vorsitzenden der Geschäftsführung Bärbel Schomberg und ihrem Gremiumskollegen Malcolm Morgan getrennt habe. 

Aberdeen führe bereits Gespräche mit dem US-Investmentriesen Fidelity, der ein starkes Vertriebsnetz in Deutschland unterhält, berichtet die „Welt“. Als mögliche Partner gelten auch große Fondsgesellschaften mit starkem Filialnetz wie die Deutsche Bank, Deka oder Union Investment. Mit diesen Instituten seien aber noch keine Verhandlungen aufgenommen worden. Personelle Konsequenzen folgten bereits: Marketingchef Dietmar Müller und weitere Frankfurter Mitarbeiter müssen das Unternhemen verlassen.

Das Geschäft mit Immobilienspezialfonds für institutionelle Investoren will Aberdeen hingegen beibehalten. Der nach massiven Abwertungen ebenfalls geschlossene Degi Global Business soll bald wieder geöffnet werden.

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