Der Düsseldorfer Maklerverbund Charta wird zum 1. August 2024 mit mehreren hundert Versicherungsmaklern Mitglied im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK).
„Auf unserer diesjährigen Delegiertenversammlung beschlossen wir eine Satzungsänderung, die auch Maklerverbünden die Aufnahme in unserem Maklerverband ermöglicht“, sagt BVK-Präsident Michael H. Heinz. „Dass jetzt der bedeutende Maklerverbund Charta einen Antrag auf Mitgliedschaft im BVK gestellt hat, freut uns sehr und stärkt das Maklerprofil des BVK und unsere Interessenvertretung. Wir sehen dies auch als Auftakt für weitere Mitgliedsanträge von Maklerverbünden.“
Charta-Makler sollen von Kooperation profitieren
Ulrich Neumann, Vorstand der Charta Börse für Versicherungen und Vorsitzender des BVK-Maklerbeirates, ergänzt: „Wir möchten unseren Versicherungsmaklern die starke Interessenvertretung des BVK zur Seite stellen und ihnen damit noch mehr Mehrwert verschaffen. Der BVK ist für unsere Mitglieder aufgrund der Erweiterung seiner Leistungen für Makler sehr interessant und gern gesehener Partner, Dienstleister und Anlaufstelle für Weiterbildung. Unsere Mitglieder haben jetzt durch die Mitgliedschaft (...) die Möglichkeit, die umfassenden Leistungen des BVK zu einem ermäßigten Mitgliedschaftsbeitrag zu nutzen.“
Schritt in Richtung Maklerverband
Der Zugang kann als echter Coup für den BVK gewertet werden. Schon seit längerem versucht der Verband, in dem bisher in großer Mehrheit Ausschließlichkeitsvertreter organisiert sind, Makler an sich zu binden. Unter den unterschiedlichen Interessenverbänden der Vermittlerschaft, die sich eigentlich durch ein sehr klares Mitgliederprofil voneinander abgrenzen, hatten die BVK-Ansprüche, auch Maklerinteressen zu vertreten, schon öfter für Missstimmung gesorgt. Besonders zeigte sich dies bei der monatelangen Auseinandersetzung um die Deutung eines etwaigen Provisionsverbots nur für Makler in der sogenannten EU-Kleinanlegerstrategie, zu dem es letztendlich nicht kam.
Konkurrenz zum AfW neu entfacht
In der Vergangenheit hatte vor allem der AfW Bundesverband Finanzdienstleistung, der vor allem Einzelmakler und große Pools wie Fonds Finanz vertritt, über seinen Vorstand Norman Wirth den BVK für sein Auftreten im angeblichen Interesse der Maklerschaft kritisiert. Wirth und Heinz gelten in der Branche als Lieblingsfeinde. Heinz hatte den AfW in der Vergangenheit des Öfteren als Rechtsanwaltskanzlei mit angeschlossenem Vermittlerverband bezeichnet. Eine Anspielung auf die Tätigkeit von Wirth als Jurist. Der Charta-Verbund ist auch Fördermitglied des AfW.
